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Testversionen von Camera Raw 6.2 und Lightroom 3.2

Donnerstag, August 12th, 2010

Die nächsten kostenfreien Updates von Camera Raw 6 und Lightroom 3 stehen vor der Tür. Schon jetzt können die Release Candidates (Vorversionen) von Lightroom 3.2 und Camera Raw 6.2 zum Testen von Adobe Labs downgeloadet werden. Wer sich fragt, wo denn Version 3.1 von Lightroom abgeblieben ist: Adobe überspringt diese Versionsnummer, um mit der Camera-Raw-Version in Einklang zu sein (Camera Raw 6.1 wurde mit der automatischen Objektivkorrektur von Lightroom 3.0 für Photoshop-CS5-Besitzer nachgereicht).

Neu in Lightroom 3: Veröffentlichungsdienst für Facebook

Die Updates beinhalten wie gewöhnlich neben Fehlerbeseitigungen eine Reihe neuer Kamera-Rawformatsunterstützung (z.B. für Panasonic und Sony) sowie noch mehr Objektivmodule für die automatische Objektivkorrektur – die genaue Liste gibt es in obigen Download-links. Camera Raw hat keine funktionalen Neuerungen, während Lightroom um einen neuen Veröffentlichungsdienst für Facebook erweitert wird.

Tipp: Raw-Entwicklungen aus Camera Raw als Smart Objekte

Freitag, Juni 4th, 2010

Le Morne, Mauritius


Das nicht-destruktive Arbeiten in Camera Raw und in Photoshop lässt sich hervorragend kombinieren, wenn man eine Raw-Entwicklung nicht einfach normal öffnet, sondern als Smart Objekt öffnet. Im Camera-Raw-Dialog hält man dazu die Shift-Taste gedrückt, der Bild-öffnen-Button wird dadurch zum Objekt-öffnen-Button (in der Abbildung rot eingekreist). Nach einem Mausklick auf diesem Button öffnet sich die Raw-Entwicklung dann als Smart-Objekt-Ebene in Photoshop.

Neben allen Bearbeitungen, die man in Photoshop nicht-destruktiv auf diese Smart-Objekt-Ebene anwenden kann (zum Beispiel Korrekturen über Einstellungsebenen, Filteranwendungen oder Kombinationen mit anderen Ebenen) lassen sich auch die Camera-Raw-Einstellungen der Smart-Objekt-Ebene nacheditieren. Dazu klickt man im Ebenen-Bedienfeld auf die Smart-Objekt-Miniatur rechts unten im Ebenen-Miniaturbild (in der Abbildung rot eingekreist). In diesem Beispiel ist die Smart-Raw-Entwicklung (wie ich das hiermit taufe) mit einer zweiten Smart-Raw-Entwicklung desselben Raw-Bilds im Ebenenstapel kombiniert und die Ebenensichtbarkeit über das Ebenenstil-Dialogfenster geregelt.

Nach dem Klick auf die Smart-Objekt-Miniatur öffnet sich der Camera-Raw-Dialog mit dem kleinen feinen Unterschied, dass der Bild-öffnen-Button nicht mehr vorhanden ist. Ändert man nun etwas an den Entwicklungseinstellungen, gilt dies nur für die entsprechende Smart-Raw-Entwicklung. Hat man beispielsweise zwischenzeitlich das Raw-Bild in Camera Raw für einen anderen Zweck abweichend eingestellt, so bleibt diese Camera-Raw-Entwicklungseinstellung erhalten. In diesem Beispiel wurde die untere Smart-Raw-Entwicklung durch eine Gradationskurven-Einstellung in Camera Raw abgeändert und durch Klick auf den OK-Button (rot eingekreist) in Photoshop aktualisiert.

Eine einzelnes Raw-Bild lässt sich also mehrfach als Smart-Raw-Entwicklung in Photoshop (in einer oder in mehreren Dateien) verwenden, wobei jede Smart-Raw-Entwicklung jederzeit nach Belieben neu eingestellt werden kann.

Objektivkorrektur nachgereicht: Camera Raw 6.1 erschienen

Mittwoch, Juni 2nd, 2010

Camera Raw 6.1 mit automatischer Objektivkorrektur


Das Camera-Raw-Update auf Version 6.1 – die mit der profilbasierten Objektivkorrektur – steht nun zum Download bereit. Wie bei jedem Camera-Raw-Update werden auch neue Kameramodelle unterstützt:
• Canon EOS 550D
• Kodak Z981
• Leaf Aptus-II 8
• Leaf Aptus-II 10R
• Mamiya DM40
• Olympus E-PL1
• Olympus E-600
• Panasonic G2
• Panasonic G10
• Sony A450
Außerdem enthält Camera Raw 6.1 eine Fehlerbehebung (Photoshop CS5 konnte bei Öffnen von Camera Raw 6.0 unerwartet abstürzen) und hat ein verbessertes Antwortverhalten der Einstellungs-Regler. Camera Raw 6.1 wird ab Photoshop CS5 erkannt, die letzte Camera-Raw-Version für Photoshop CS4 ist Version 5.7. Lightroom 2 wird ebenfalls kein Update mehr erfahren, die automatische Objektivkorrektur und andere neue Funktionen der Raw-Engine für Lightroom und Camera Raw gibt es erst ab Lightroom 3 (dessen Erscheinen kurz bevorsteht). Camera Raw 6.1 und den DNG Converter gibt es hier für Mac und hier für Windows oder über den Update-Mechanismus direkt aus Photoshop CS5 (Hilfe-Menü > Aktualisierungen).

DNG-Kameraprofile im Griff mit DNG Profile Manager

Dienstag, Juni 1st, 2010

Kameraprofile verwalten mit DNG Profile Manager


Wer den Color Checker Passport verwendet und für Lightroom und Camera Raw damit DNG-Kameraprofile erstellt, kommt schnell in die Situation, den Überblick über seine eigenen Kameraprofile zu verlieren. Gerade bei szenenbezogenen Profilen, die man für einzelne Shootings gemacht hat, wächst nämlich die Anzahl der DNG-Profile schnell an. Gegen das Profile-Chaos kann man nun etwas tun, denn Xrite hat heute ein nützliches Utility für Besitzer des Color Checker Passport veröffentlicht: Der DNG Profile Manager verwaltet, aktiviert und deaktiviert selbst erstellte DNG-Kameraprofile, außerdem gibt das Progrämmchen Auskünfte über verwendete Kamera, Lichtarten und Erstellungsdatum des Profils und schließlich kann man Profilnamen umbenennen. Ich habe das Utility gleich installiert und erspare mir nun das manuelle Verwalten des DNG-Profilordners. Den DNG Profile Manager erhalten Besitzer eines Color Checker Passport nach Registrierung auf der Xrite-Website als Download-link per E-mail.

Für ummesonst: PhotoTools Free und Photoframe Free Plugins für Photoshop

Freitag, März 12th, 2010


OnOne Software hat gestern englischsprachige Frei-Versionen der Plugins PhotoTools und PhotoFrame für Photoshop veröffentlicht. Photo Tools Free hat fünfzehn Effekte der Standardversion und PhotoFrame Free bietet 20 Rahmen, Effekte und Hintergründe. Ich finde insbesondere die PhotoTools sind ein gutes Schnäppchen. Die Lightroom-artige Oberfläche gefällt und viele Regelmöglichkeiten lassen die Effekte gut variieren. Mit Pinsel kann man die Effekte auch bereichsselektiv aufmalen. Vor den Download (für Win und Mac) muss man sich auf der Website von OnOne Software noch registrieren. Auf der Freebie-Downloadseite gibt es übrigens auch Preset-Sammlungen für Lightroom und Adobe Camera Raw.

Lightroom 2.6 und Camera Raw 5.6 stehen zum Update bereit

Freitag, Dezember 18th, 2009

Diesmal hat es Adobe geschafft, die Aktualisierung für neue Kameras gleichzeitig für Camera Raw und Lightroom zu veröffentlichen. Das Update umfasst eine ganze Liste neu unterstützter Raw-Dateiformate folgender jüngst erschienener Kameras:

* Canon EOS 1D Mark IV
* Canon EOS 7D
* Canon PowerShot G11
* Canon PowerShot S90
* Leaf Aptus-II 5
* Mamiya DM22
* Mamiya DM28
* Mamiya DM33
* Mamiya DM56
* Mamiya M18
* Mamiya M22
* Mamiya M31
* Nikon D3s
* Olympus E-P2
* Panasonic DMC-FZ38
* Pentax K-x
* Sigma DP1s
* Sony A500
* Sony A550
* Sony A850

Zu erwähnen sei auch, dass Raw-Dateien der Leica M9 und der gerade erschienene Ricoh GXR mit ihren zwei bis dato verfügbaren Kamera/Sensor-Modulen ebenfalls von Camera Raw und Lightroom erkannt werden, da diese Kameras direkt im DNG-Format aufnehmen.
Außerdem hat Adobe den Updates auch einen Fix für das Demosaicing der Raw-Dateien einiger Kameramodelle von Olympus, Sony und Panasonic verpasst, das in Camera Raw 5.5 und Lightroom 2.5 unter Macs mit Power PC bei Einsatz des Wiederherstellung-Reglers noch zu fehlerhaften Ergebnissen bei der Darstellung in Lichterbereichen führte.
Die Downloads lädt man sich am besten über den Update-Mechanismus der Programme, beispielsweise in Lightroom unter Hilfe > Nach Updates suchen. Die öffentliche Beta von Lightroom 3 versteht die Raw-Dateien obiger Kameras nicht, allerdings kann man die Bilder obiger Kameras verwenden, wenn man sie in der neuen Version des DNG Converter (Download: für Mac, für Win) in das DNG-Format wandelt und aus diesem öffnet.

Elements 8 Mac: Volle Camera-Raw-Funktionalität

Mittwoch, Oktober 28th, 2009

Camera Raw aus Elements 8 geöffnet: Nur drei Bedienfelder stehen bereit.

Camera Raw aus Elements 8 geöffnet: Nur drei Bedienfelder stehen bereit.


Camera Raw mit Bridge geöffnet: Der volle Funktionsumfang steht bereit.

Camera Raw mit Bridge geöffnet: Der volle Funktionsumfang steht bereit.


Ein Tipp nur für Mac-Anwender, die Elements 8 haben: Öffnet man eine Raw-Aufnahme direkt in Elements 8, erscheint das Dialogfenster des Camera-Raw-Zusatzmoduls mit eingeschränkter Funktionalität. Es sind zur Bildregelung nur die Bedienfelder für Grundeinstellungen, Details und Wahl des Kameraprofils vorhanden. In der Mac-Version wird Elements 8 jedoch statt mit dem Organizer der Windows-Version mit Bridge CS4 ausgeliefert, das normalerweise mit den Profi-Programmen der Creative Suite installiert wird. In Bridge kann man Raw-Dateien mit der Tastenkombi Befehl-R öffnen. Der nun erscheinende Camera-Raw-Dialog hat den vollen Funktionsumfang, wie er auch bei Photoshop CS4 zur Verfügung steht. Nach der Bildregelung lassen sich die Raw-Entwicklungen direkt aus dem Camera-Raw-Dialog speichern und dann in Elements öffnen. Bei der Vorgängerversion Elements 6 funktioniert diese Funktionserweiterung via Bridge CS3 übrigens nicht.

Getestet: ColorChecker Passport Kameraprofilierung für Raw-Fotografen

Freitag, September 18th, 2009
ColorChecker Passport

ColorChecker Passport

Erst kürzlich habe ich in diesem Blog auf Raw-Kameraprofile hingewiesen und dabei auch den DNG Profile Editor erwähnt. Jetzt gibt es von Xrite eine neue Lösung namens ColorChecker Passport, bestehend aus einem Referenzfarbkarten-Set für die Aufnahme und aus einer Software, die automatisiert für die Erstellung eigener Kameraprofile sorgt. Das Referenzfarbkarten-Set besteht aus einem ColorChecker Classic (entspricht dem ColorChecker Classic oder Mini), einem Optimierungs-Target für das Neutralisieren, Abkühlen oder Wärmen der Weißbalance sowie einem Weißabgleichs-Target mit einer 18%-Graufläche. Alle drei Targets sind praktisch in einem aufklapp- und austellbaren Fächer kombiniert.
Zusätzlich gibt es zur Verwendung mit dem Color Checker Classic eine Software, die bequem das Erzeugen eigener Kameraprofile für Lightroom und Camera Raw/Photoshop erledigt.
(Update 21.09.09) Wie mir Xrite bestätigte, gibt es die Software für Besitzer des ColorChecker Classic oder ColorChecker Mini „free of charge“ hier zum Download. Enthalten sind eine Stand-alone-Version und das Plug-in für Lightroom.

Ich hatte bereits Gelegenheit, sie mit Raw-Aufnahmen eines ColorChecker Mini zu testen, der Ablauf – hier für Lightroom – ist sehr einfach:

Export zur Kamera-Profilerzeugung

Export zur Kamera-Profilerzeugung

Nach Installation des ColorCheckerPassport-Plugins wählt man eine Aufnahme mit dem Target aus und wählt im Bibliothek-Modul von Lightroom „Exportieren“. Im nun erscheinenden Dialog gilt es im Prinzip nur, das Profil zu benennen.

Color Checker Passport erzeugt das Kameraprofil

Color Checker Passport erzeugt das Kameraprofil

ColorChecker Passport erkennt nun automatisch die Farbfelder des Targets (es darf wie in dieser Aufnahme dabei ruhig verwinkelt sein), gleicht es mit den Sollwerten ab und erzeugt das eigene Kameraprofil.

Auswählen des eigenen Kameraprofils in Lightroom

Auswählen des eigenen Kameraprofils in Lightroom

Nach einem notwendigen Neustart von Lightroom steht das Kameraprofil nun bereit und kann auf weitere Aufnahmen dieser Lichtsituation angewendet werden.
Eine kleine Hintergrunderklärung: Die Kameraprofile in Lightroom und Camera Raw/Photoshop sind für die Farbinterpretation der Raw-Dateien zuständig, vergleichbar den Bildstilen (Standard, Landschaft, Porträt,…), die in der Kamera für JPEG-Bilder angeboten werden. Was ColorChecker Passport (die Software) macht, ist die möglichst farbgetreue Kalibrierung anhand des Targets. Wenn man mit zwei Aufnahmen für zwei verschiedene Lichtarten (beispielsweise 6500K und 3200K) profiliert, sind die so erzeugten Profile für praktisch alle Lichtverhältnisse geeignet. Man kann das Kameraprofil also für Blitzlicht, Tageslicht, Glühlampe und so einsetzen und für all diese Farbtemperaturen einen Weißabgleich machen. Wer es für eine Lichtart exakter haben will, macht ein Kameraprofil für diese eine Lichtart und braucht dafür nur eine ColorChecker-Aufnahme. Im hier gezeigten Beispiel wird nur für eine Lichtart profiliert – das bezeichnet man auch als szenenbezogene Profilierung.
Fazit: Eine eigene Kameraprofilierung ist nichts Neues, das erledigte schon der kostenlose DNG Profile Editor (dazu habe ich übrigens einen Artikel geschrieben, der in Ausgabe 12/09 der Macwelt erscheinen wird). Neu ist die Automatisierung, die etwas andere Profilierungsroutine und natürlich das praktische, on-location-geeignete Target-Set. Nach meinen ersten Tests sind die ColorCheckerPassport-Kameraprofile schon ziemlich genau in der Neutralität der Farbwiedergabe. Das sehr einfache Erzeugen der Profile macht ColorChecker Passport zu einem empfehlenswerten Mittel für Raw-Fotografen, die mit Lightroom und Camera Raw arbeiten und einen szenenbezogenen Farbabgleich schätzen.
(Update 27.10.09) Nachdem ich neue Testbilder mit der Panasonic DMC GF-1 aufgenommen habe, ist mir eine „Unverträglichkeit“ von Color Checker Passport aufgefallen. Das Programm benötigt DNG-Dateien zur Kameraprofilerstellung. Als Plug-in für Lightroom erzeugt es dieses Dateiformat temporär, die Stand-alone-Version benötigt direkt DNG-Dateien. Jedoch versteht Color Checker Passport bei bestimmten Kameramodellen wie der DMC GF-1 nicht die aktuellste DNG-Version (Camera Raw 5.4 und höher), man muss eine ältere DNG-Version (Camera Raw 4.6 und höher) verwenden. Wenn also die Kameraprofilierung direkt aus Lightroom nicht klappt (bei mir kam auch nur der Hinweis, dass das Target nicht erkannt wurde), hilft nur das Erzeugen einer DNG-Datei älterer Spezifikation von Hand. Lästig.
(Update 25.2.10) Mittlerweile ist ein Update auf Version 1.0.1 erschienen, mit dem jetzt alle Kameras unterstützt werden, die auch in Adobe Camera Raw 5.4 (und neuer) unterstützt werden. Dies beinhaltet unter anderem die FujiFilm FinePix-Reihe, Leica D-Lux 4, die Panasonic DMC-Reihe, Nikon D1X, Olympus C5060WZ und andere.
(Update 01.6.10) Zum Verwalten eigener DNG-Kameraprofile gibt es seit heute den DNG Profile Manager.

Camera Raw 5.5 und Lightroom 2.5 verstehen bereits die Panasonic DMC-GF1 (aktualisiert 27.09.)

Dienstag, September 15th, 2009

Jetzt final. Adobe bedankt sich über das Feedback der Tester der Release-Version. Neu unterstützte Kameras: Nikon D300s, Nikon D3000, Olympus E-P1, Panasonic DMC-FZ35 (USA, Asia) und Panasonic DMC-GF1.

Und gleich ein blödes Mißgeschick: Die Panasonic DMC-FZ35 hat in Europa den Modellnamen DMC-FZ38. Obwohl baugleich, werden die europäischen Modelle wegen ihres anderen Namens in den Metadaten nicht erkannt. Ein späteres Update soll dies lösen.

Mehr Infos auch zu der verbesserten Demosaicing-Routine für Kameras mit Bayer-Sensor und einem „ungleichen“ Verhalten im Grünkanal: Betroffen sind Kameras von Olympus, Panasonic und Sony nebst einigen anderen Herstellern, nicht aber Kameras von Canon und Nikon.

((edit 27.09.09)) Lightroom-Anwender, die Raw-Dateien von Sony, Olympus oder Panasonic auf einem PowerPC-Mac bearbeiten, erzeugen in Camera Raw 5.5 und Lightroom 2.5 mit dem Wiederherstellung-Werkzeug eventuell unerwünschte Artefakte in den Lichtern. Dies hängt mit dem in Version 2.5 geänderten Demosicing zusammen. (mehr auf englisch im Lightroom-Blog)

Siehe auch Camera Raw 5.5 Vorabversion und Neues Raw-Format und Camera Raw.

Kameraprofile in Camera Raw und Lightroom

Donnerstag, September 10th, 2009

Bis Camera Raw 5.1 und Lightroom 2.1 hat Adobe je Kameramodell ein Standardprofil erstellt und dies gegebenfalls noch einmal überarbeitet. Deshalb gibt es für bestimmte Kameras zwei ACR-Profile, benannt etwa „ACR 3.5“ oder „ACR 4.4“.
Seit ACR 5.2 und Lightroom 2.2 neu sind aber zusätzlich Kameraprofile, die viele Anwender noch nicht bemerkt haben. Während die bisherigen Adobe-Standard-Profile, immer mit dem Vorsatz „ACR“ und Versionsnummer benannt, möglichst exakt und neutral die Farbaufzeichnung des Sensors darstellen sollen, sind die zusätzlichen Kameraprofile für Farbinterpretationen zuständig, wie sie die Hersteller auch für JPEG-Bildstile in ihren Kameramenüs anbieten. Sie zeigen für dasselbe Motiv ein verschiedene Farbwiedergabe, hier im Beispiel für Raw-Dateien von Canon-Kameras:

Kameraprofile in Lightroom

Kameraprofile in Lightroom

  • Adobe Standard – macht gleich eine Ausnahme und ist Adobes Standard-Interpretation einer möglichst natürlichen Wiedergabe
    Camera Faithful – das ist die möglichst getreue Wiedergabe der Sensorinformation
    Camera Landscape – betont die Farbigkeit von Grün und Blau
    Camera Neutral – Fokus auf eine möglichst farbneutrale Wiedergabe, gemäß der Neutral-Interpretation des Herstellers
    Camera Portrait – hier werden Hauttöne geschont und nicht zu saturiert, aber lebendig interpretiert
    Camera Standard – gibt die normale Farbinterpretation der Kamera wieder
  • Die Unterschiede sind schon sehr deutlich, wie man an diesen drei Wiedergaben derselben Raw-Aufnahme einer Canon EOS 350D sehen kann:

    Kameraprofil Adobe Standard

    Kameraprofil Adobe Standard

    Kameraprofil Camera Faithfull

    Kameraprofil Camera Faithfull

    Kameraprofil Camera Portrait

    Kameraprofil Camera Portrait

    Auch für Kameras von Nikon und anderen Herstellern sind solche Kamera-Bildstile im Angebot. Adobe setzt dafür immer das Wort „Camera“ vor die Bildstilbezeichnung.
    Es geht aber noch mehr: Man kann sogar eigene Kameraprofile erzeugen – dazu dient das kostenlose Programm DNG Profile Editor, das es hier nach Registrierung zum Download gibt.