über digitalfotografie, bildbearbeitung und fine-art-printing

Phocus 2.5: Kostenfreier Raw-Konverter von Hasselblad


Der schwedische Profikamera-Hersteller Hasselblad stellt seinen Raw-Konverter Phocus 2.5 für Mac kostenfrei für interessierte Digitalfotografen bereit. Mit der jetztigen Version 2.5 nutzt Phocus dabei die Kamera-Datenbank des Mac-OS, die Apple zur Raw-Formatsunterstützung hauptsächlich für die Apple-eigenen Programme Aperture, iPhoto und Vorschau pflegt. Dadurch werden die Raw-Formate von über 150 Kameramodellen jetzt auch in Phocus erkannt. Raw-Dateien anderer Modelle kann man mittels des DNG-Formats öffnen und daneben kann Phocus auch mit Bilddaten in den Formaten TIFF, JPEG und PNG umgehen. Phocus ist ein vollwertiger Raw-Konverter mit durchaus professionellem Anspruch. Einige Funktionen wie Objektivkorrektur, Füllicht und Klarheits-Regelung sind jedoch den Raw-Formaten der Hasselblad-Kameras vorbehalten und für alle anderen Bilddateien gesperrt. Im Read-me zu Phocus schreibt der Hersteller: „Some tools are disabled mostly due to the fact that we don’t have full access to the raw Bayer data.“ (Einige Werkzeuge sind deaktiviert, weil wir keinen vollen Zugang zu den Bayer-Daten haben). Ich halte diese Aussage für nicht ganz zutreffend, denn schließlich wären davon auch andere Entwicklungsfunktionen von Phocus betroffen und für Funktionen wie dem Füllicht braucht man meiner Meinung nach keine tieferen Kenntnisse des Bayer-Musters einzelner Kameramodelle. Möglicherweise bringt Hasselblad das Programm als kostenlosen Appetithappen unter die Leute, um eine spätere und funktionsreichere Version kostenpflichtig anzubieten. Wer sich für Phocus interessiert und einen Mac sein eigen nennt, folge diesem link.

Sony NEX-3 und NEX-5: Die kompaktesten mit Wechseloptik


Auch Sony ist jetzt in der Klasse der Kompakten mit Wecheloptik dabei: Die heute vorgestellte NEX-5 schafft mit Gehäusemaßen von 118 x 58,8 x 38,2 Millimetern den Bonsai-Rekord in der Klasse der Kompaktkameras – umso erstaunlicher, dass sie und ihr Schwestermodell NEX-3 einen APS-C-Sensor in ihrem Inneren werkeln lassen. Der Exmor APS HD CMOS Bildsensor sorgt für 14,2 Megapixel und verfügt über eine größere Sensorfläche als bei den vergleichbaren Micro-Fourthirds von Panasonic und Olympus. Zum Start der Wechselkompakten Ende Juni gibt es mit dem Pancake SEL16F28 und dem 18-55mm SEL1855 zwei passende Objektive; über den Alpha Mount-Adapter LA-EA1 lassen sich auch Objektive der Alpha-Serie an das kleinere Bajonettmaß des NEX-Systems ansetzen. Anscheinend hat Sony auch die häufigste Kritik an den Olympus-Pen-Kameras vernommen und liefert zu beiden Modellen einen externen Blitz, der auf den Zubehörschuh aufgesteckt wird, standardmäßig mit. HD-Video ist beim Hersteller Sony selbstredend dabei: Die NEX-5 filmt in Full-HD mit 1920 x 1080 Pixel, während die NEX-3 geringere 1280 x 720 Bildpunkte pro frame schafft. Zudem will Sony per Firmware-Update den Kameras das Aufnehmen in 3D ermöglichen. Kauft also schnell noch einen 3D-wiedergabefähigen HD-TV, Sony hat sowas unter dem Namen Bravia im Angebot ;-) Weitere Infos zu den NEX-3 und NEX-5 gibt es hier.

Photoshop CS5 Deutsch ist da


Die deutschen Versionen der Creative-Suite-5-Programme und damit auch Photoshop CS5 sind verfügbar. Downloads der 30-Tage-Testversion von Photoshop CS5 Extended gibt es hier für Windows und Mac-OS. Wer sich gleich die ganze Creative-Suite zum Testen downloaden will, folge diesem link.

Snow Leopard, Profilierungstargets-Druck und Photoshop CS5

Farbhandhabung in Photoshop CS5 - die Option „Kein Farbmanagement“ gibt es nicht mehr.


So geht es auch: Nach anhaltenden und anscheinend unlösbaren Problemen, die nur im Bermudadreieck zwischen Apple, Adobe und Druckerherstellern (vornehmlich Epson) zu lösen wären, hat Adobe aus dem Drucken-Menü von Photoshop CS5 (Mac-Version) die Farbhandhabung-Option „Kein Farbmanagement“ entfernt. Hintergrund dieser Maßnahme ist ein fehlerhafter Ausdruck von Profilierungstargets, die man zur Erstellung von Drucker/Papierprofilen benötigt und die OHNE Farbmanagement ausgedruckt werden müssen. Unter Snow Leopard führt ein solcher Ausdruck zu unbrauchbaren Profilierungstarget-Ausdrucken, weil das Ohne-Farbmanagement-Drucken nicht so klappt und Snow Leopard durch irgendeine Einrechnung von Arbeitsfarbraum-Profildaten das Ergebnis verfälscht. Diese Problematik scheint überwiegend mit Epson-Druckertreibern aufzutreten; mir ist aber auch ein Fall bekannt, in dem ein HP Z3100 Drucker betroffen war. Wer das nicht rechtzeitig bemerkt, erstellt durch Ausmessung eines solchen verfälschten Target-Ausdrucks auch noch ein unbrauchbares Drucker/Papierprofil und ärgert sich über verschwendete Zeit, Papiere und Tinten.
In einer Tech Note hat Adobe jetzt drei Umwege beschrieben, wie man doch ohne Farbmanagement ein Target ausdrucken kann (die ich hier übersetzte):
1) Wer auf einen Epson-Drucker im Advanced Black-and-White-Modus ausdruckt, wählt „Farbverwaltung durch Drucker“. Bei älteren Druckertreibern muss möglicherweise das Bild zuvor in sRGB konvertiert werden.
2) Bei einem Farbdruck auf einen Epson-Drucker sollte man das Target mit dem Vorschau-Programm ausdrucken. Im Popup-Menü des Drucken-Dialogs wählt man „Farbanpassung“ und dann die Epson-Farbanpassung. Im Druckertreiber-Dialog ist dann noch die entsprechende Option „Farbmanagement AUS“ oder je nach Druckertreiber ein gleichartige Option zu wählen.
3) Aus Photoshop (auch CS4) geht auch ein so genannter Null-Transform-Druck. Bei geöffneten Target wählt man Bearbeiten > Profil zuweisen und dort das Adobe RGB Profil. Im Drucken-Dialog wählt man im Farbverwaltung-Popupmenü „Farbverwaltung durch Photoshop“ und im Druckerprofil-Popup-Menü ebenfalls Adobe RGB. Als Renderpriorität stellt man „Relativ farbmetrisch“ ein. Die Option „Tiefenkompisierung“ gehört deaktiviert. Im folgenden Druckertreiber-Dialog ist nun die entsprechende Option „Farbmanagement AUS“ oder je nach Druckertreiber ein gleichartige Option zu wählen.
Wie aus der Tech Note ebenfalls hervorgeht, will Adobe ein Progrämmchen schreiben, das unter Mac OS den farbmanagementfreien Druck ermöglicht. Es soll demnächst auf Adobe Labs zum freien Download veröffentlicht werden.
Zum Schluss mein Workaround: Wer Parallels oder eine andere Virtualisierungssoftware auf einem Mac verwendet, kann seine Targets auch unter Windows ausdrucken – das tut es genauso.

Photoshop-Objektivkorrektur: Adobe veröffentlicht Lens Profile Creator Prerelease

Eigene Objektivkorrekturprofile mit Lens Profile Creator erstellen.


Adobe hat heute das kostenfreie Programm Lens Profile Creator auf der Adobe-Labs-site veröffentlicht. Fotografen können mit diesem Programm und einer fotografierten Checkerboard-Vorlage eigene Objektivkorrekturprofile für die Anwendung in Photoshop CS5, Camera Raw 6.x und das kommende Lightroom 3 erstellen. Anhand der Korrekturprofile werden objektivbedingte geometrische Verformungen (kissen- und tonnenförmige Verzeichnungen), chromatische Aberrationen und Randabdunklungen korrigiert. Das Verfahren ist relativ einfach: Die mitgelieferte Checkerboard-Vorlage muss in ausreichender Größe (ab etwa A2) ausgedruckt und der Ausdruck auf festen Karton o.ä. aufgezogen werden. Dann fotografiert man das Checkerboard mehrfach (in unterschiedlichen Positionen) mit dem Objektiv, für das man das Korrekturprofil erstellen will, wobei auf eine nicht abfallende Ausleuchtung zu achten ist. Nun ist noch ein Wandel der Raw-Aufnahmen in das DNG-Format nötig (für Nicht-Raw-Workflows gehen auch JPEGs oder TIFFs). Die Checkerboard-Aufnahmen lädt man nun in Lens Profile Creator und nach ein wenig Einstellarbeit im Programm wird das eigene Korrekturprofil vom Lens Profile Creator erstellt. Das Programm erlaubt dabei mehrere Exaktheitsgrade. Eigene Objektivkorrekturprofile können aus Lens Profile Creator auch zur Nutzung durch andere Anwender hochgeladen werden. Ich empfehle für eine erste Testanwendung, mit einer Festbrennweite zu arbeiten, denn damit reichen schon fünf Testaufnahmen für ein eigenes Korrekturprofil. Zum Ausprobieren der Objektivkorrektur kann man sich übrigens seit gestern die englischsprachige 30-Tage-Trial von Photoshop CS5 herunterladen. Photoshop in deutscher Version soll ab dem 7. Mai im Handel sein.

Automatische Objektivkorrektur auch in Camera Raw 6.1 und Lightroom 3

Automatische Objektivkorrektur in Camera Raw 6.1


In etwa drei Wochen wird Photoshop CS5 herauskommen und eine automatische Objektivkorrektur anhand von Objektivprofilen anbieten. Noch nicht bekannt war, dass diese automatische Objektivkorrektur auch Bestandteil von Camera Raw 6.1 und Lightroom 3 sein wird und damit direkt mit Raw-Aufnahmen verwendet werden kann. Neben der automatischen Objektivkorrektur ermöglichen Adobes Raw-Konverter auch das manuelle Korrigieren von Objektivverzerrungen und Kameraverwinkelungen, und zwar wie im von Photoshop bekannten Objektivkorrektur-Dialog. Tom Hogarty, Adobes Produktmanager für Lightroom, zeigt dies in einem auf dem Lightroom-Journal-Blog veröffentlichten Video in Anwendung und gewährt auch einen kurzen Einblick in das Programm Lens Profile Creator. Adobe wird dieses Programm, mit dem man eigene Objektivkorrekturprofile erstellt, ab Veröffentlichung von Photoshop CS5 kostenfrei auf Adobe Labs zum Download anbieten.

Photoshop CS5: HDR Pro und „Volks“-HDR

Der HDR-Pro-Dialog in Photoshop CS5


Erst kürzlich schrieb ich für das Magazin Macwelt einen Artikel über HDR Tools wie Photomatix und den erstaunlichen Newcomer HDR Photo Studio. Über die neuen HDR-Möglichkeiten von Photoshop CS5 konnte ich damals noch nicht schreiben, leider, denn Adobe hat die Funktionen für HDR-Erzeugung und Tonemapping gründlich überarbeitet und in Punkten wesentlich verbessert. So gibt es jetzt eine Funktionen zum Deghosting, dem Entfernen und/oder Vermeiden unerwünschter Überlappungen und Geisterbildern, wenn Bewegungen in den Einzelaufnahmen sind. Das Deghosting funktioniert insgesamt sehr gut, auch wenn sich nicht alle Bewegungsartefakte im resultierenden HDR vermeiden lassen. Ab und zu muss man also doch mal nachretuschieren, aber dafür hat Photoshop CS5 ja bessere Werkzeuge denn je zuvor (Stichwort inhaltssensitives Füllen). Das Tonemapping kann man im HDR-Pro-Dialog nur beim voreingestellten Moduswechsel zu 16 oder 8 Bit machen – es gibt also nach wie vor kein Tonemapping unter Bewahrung des 32-Bit-Modus (wie es beim bereits erwähnte HDR Photo Studio Prinzip ist). Etwas unglücklich finde ich die Sprachwahl „Leuchtkonturen“ für das Kontrast-Mapping bei der Methode Lokale Anpassung. Gerade Leuchtkonturen will ich bei fotorealistischen HDR-Umsetzungen ja vermeiden! Mit den neuen Reglern für Farbton und Detail muss man sich nur kurz vertraut machen, wenn man schon bisher das Tonemapping mit der lokalen Anpassung verwendet hat. Ebenso unabdingbar bleibt es, die Gradationskurve zum Feintuning des Tonemapping einzustellen. In der obigen Abbildung konnte nur so das abendliche Licht richtig zur Geltung kommen. Übrigens wirkt das Licht in keiner der drei Einzelaufnahmen für dieses HDR so, wie es vor Ort war – erst mit dem HDR-Prozess konnte ich es herausarbeiten.

Praktisch derselbe Dialog wie bei HDR Pro taucht in Photoshop jetzt auch zum Tonemapping von Einzelbildern in 8 und 16 Bit auf, der Dialog heißt nun HDR-Tonung. Und hier scheiden sich einmal mehr die Geister. HDR wird mit den komischen „künstlerischen“ Tonemapping-Effekten, die man hier erzielen kann, als Begriff weiter missbraucht, verwässert und missverstanden. Es gibt schon genügend flickr-Galerien mit dem bereits müdegesehenen „HDR“-Kantenglühen! Also Adobe, besser wäre ein anderer Name für diesen „Volks“-HDR-Dialog gewesen! Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe nichts gegen künstlerische Umsetzungen und Tonungseffekte, bloß sollte man dafür eben nicht den Begriff High Dynamic Range im Munde führen, der bei den Low Dynamic Range Bildern, für die der HDR-Tonung-Dialog gedacht ist, so falsch ist wie er nur sein kann.

iPad: Erster Eindruck

mike_pixelblog auf iPad angezeigt -passt!


Gerade jetzt (Donnerstag, 15.04.10, 15:48) habe ich die Gelegenheit, das iPad für einige Minuten auszuprobieren; hier mein erster Eindruck:
• Nachdem ich das iPad bis jetzt nur von Fotos kannte, hatte ich es mir etwas größer vorgestellt.
• Es liegt auch wegen der Randabrundungen der Hinterseite angenehm in der Hand.
• In einer Hand halten ist auf Dauer etwas schwer, es wurde mir auch während ich mit der rechten Hand tippe aber nicht sofort lästig.
• Die Oberfläche spiegelt, aber in normaler Büroumgebung und auch am Fenster mit Outdoor-Sonnenlicht bleibt es gut lesbar. Die von einigen bereits erwähnten Fingertappser sind unter Sonnenlicht allerdings sehr deutlich zu sehen. Na ja, wahrscheinlich gibt es bald iPad-Handschuhe als Zubehör.
• Die iPad-Standardprogramme sind übrigens bereits eingedeutscht.
• Foto- und Videodarstellung sind überzeugend gut. Die Lobpreisungen des Spiegel-Redakteurs (“brilliant wie Dias auf dem Leuchttisch”) finde ich allerdings etwas überzogen.
• Die Onscreen-Tastatur ist zwar nichts für Vielschreiber, ist aber durchaus und auch schnell bedienbar.
So, jetzt will ich auf dem iPad noch ein wenig schmökern und Videos sehen, bevor es mir wieder aus der Hand gerissen wird.

Erster Eindruck: Photoshop CS5 bringt Magie in die Bildretusche

White Rabbit - Codename der Photoshop CS5 Beta


Mitte Mai wird Photoshop in neuer Version CS5 erscheinen. Der Bildbearbeitungsbolide bekommt reichlich neue Funktionen und Verbesserungen, mit 64-Bit-Unterstützung und Cocoa-Reprogrammierung ist das Programm jetzt auch unter Mac wieder up to date. Im Folgenden schildere ich hier meinen ersten Eindruck zu den wichtigsten Neuerungen:
• Content Aware Fill ist eine der Top-Neuerungen von Photoshop CS5, diese Technik entfernt fast magisch unerwünschte Bildbereiche, sei es ein Leitungsdraht oder das Empire State Building, und ersetzt sie geschickt durch Umgebungsmuster. So erfolgreich der Reparaturpinsel als beliebtestes neues Photoshop-Werkzeug bisher war, ohne diese Option mag man ihn in Zukunft nur noch ausnahmsweise einsetzen. Das Füllen ganzer Auswahlbereiche mit dieser Technik ist zudem eine außerordentliche Zeitersparnis, auch wenn manchmal noch nachgebessert werden muss.

Der neue Kante-verbessern-Dialog


• Haarige Freisteller verlieren mit den neuen Kante-Verbessern-Optionen weiter ihren Schrecken. Besonders die Berücksichtigung harter und weicher Objektkanten gleichzeitig ist dabei ein großer Fortschritt. Mit etwas Übung erzielen jetzt auch weniger versierte Photoshop-Anwender saubere Freisteller.
• Puppet Warp, das Repositionieren von Bildteilen mithife eines Mesh-Gitternetzs, ist nicht nur Spielerei, neben kreativen Anwendungen taugt es durchaus auch zur Korrektur von Proportionen und geometrischen Anpassungen von Bildelementen.
• Mit einem Mixer Brush und realistischen Pinselspitzen macht Photoshop CS5 jetzt Spezialisten wie Corel Painter X Konkurrenz. Gegenüber den bisherigen Möglichkeiten sind die neuen Malfunktionen ein großer Fortschritt nach einer langen Phase, in der sich in der Fortentwicklung von Photoshops Malfähigkeiten wenig tat. Geschuldet war dies vielleicht auch der dafür nötigen Rechnerleistung; erst mit aktuellen Rechnerleistungen sind Malaktionen mit diesen neuen Funktionen „stotterfrei“ möglich.

Photoshops HDR-Erzeugung kann jetzt auch Deghostig


• Erstmals seit Version CS2 zeigt Photoshop Fortschritte im Bereich HDR-Erzeugung und HDR-Tonemapping und Adobe denkt dabei auch an die Anwender, denen mehr an den Tonungseffekten als einer fotorealistischen Wiedergabe liegt.
• Adobe bringt beim Camera-Raw-Dialog kaum Neues, was aber verbessert wurde, kann sich sehen lassen. Insbesondere das neue Schärfen und die überarbeitete Rauschreduzierung können überzeugen. Das mittlerweile altbackene Interface jedoch bleibt unverändert. Wer die gleichen Funktionen in einem moderneren User Interface haben will, soll wohl zu Lightroom greifen.

Automatische Objektivkorrektur


• Die automatische Objektivkorrektur von Photoshop CS5 gehört eigentlich auch in den Funktionsumfang von Adobe Camera Raw – ein Manko, das Adobe hoffentlich mit einem Update von Camera Raw 6 behebt. Die Qualität der von Beta-Anwendern bereits im Internet bereitgestellten Objektivprofile ist nach meinem Eindruck gut und sich sehr ähnlich. Das spricht für eine robuste und verlässliche Korrekturmethode.
• Mit Repoussé bekommen Photoshop-Extended-Anwender einen eigenen, wenn auch einfachen Modeller, der sich gut zur Gestaltung illustrativer 3D-Körper eignet, und mit den erweiterten Beleuchtungsmöglichkeiten mit Bildern als Lichtquellen wird Photoshop CS5 fast zum CGI-Programm. Jetzt kann man mit vollsphärische HDR-Panoramas 3D-Objekte ausleuchten. Ich bin mal gespannt, wieviele Fotografen sich darauf stürzen werden.

Schlank durch Schieberegler: Parametrisches Umformen menschlicher Körper in Bildern

Parametrisches Umformen menschlicher Körper in Bildern


Nein, dies ist ausnahmsweise keine Technik von Photoshop CS5, sondern ein modellbasierende Bildretuschetechnik namens Parametric Reshaping of Human Bodies in Images (Parametrisches Umformen menschlicher Körper in Bildern), die auf der diesjährigen SIGGRAPH 2010 vorgestellt wird. Die Arbeit von Shizhe Zhou, Xiaoguan Han, Ligang Liu und Daniel Cohen-Or beschäftigt sich mit einer Technik, bei der ein 3D-Morphkörper über normale Abbildungen von menschlichen Körpern gelegt wird. Unter Berücksichtigung von Körperproportionen kann der Anwender dann per Schieberegler, die mit Begriffen wie Größe, Gewicht oder Körperumfang bezeichnet sind, anhand des Morphkörpers die fotografierte Person verformen, wobei ein natürliches Aussehen weitgehend erhalten bleiben soll.
Das folgende Video zeigt diese Technik und stellt sie einführend im Vegleich zu Photoshops Verflüssigen-Technik dar: