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Erster Blick auf den Epson Stylus Pro 3880

Epson Stylus Pro 3880

Epson Stylus Pro 3880


Im Fine-art-Druck bis A2/17-Zoll markiert der Epson Stylus Pro 3800 bislang die Spitzenposition – in vier Wochen wird der Nachfolger Stylus Pro 3880 zu einem Listenpreis von 1665 Euro (inkl. MwSt) auf den Markt kommen. Ich hatte bereits Gelegenheit, mir den Drucker anzuschauen und mit Epson-Mitarbeitern über Details des Geräts zu sprechen.
Äußerlich ist der Stylus Pro 3880 nur durch den Modellnamen vom Vorgänger zu unterscheiden – und durch die zwei Tintenpatronen mit den neuen Tinten Vivid Magenta (Kennung T580A) und Vivid Light Magenta (T580B). Die anderen Ultrachrome-K3-Tintenpatronen mit 80 ml Füllmenge im Gerät waren dieselben, wie sie auch im 3800 zum Einsatz kommen (was heißt, dass für den 3880 auch ihre Chip-Codierung nicht geändert wurde). Mit dem neuen Tintensatz, der eine erhöhte Saturation bei Blau- und Magentatönen ermöglicht, ist der 3880 nun in Linie mit den größeren Geräten der XX80-Klasse. Für Epson war die Hauptmotivation, Kunden im Proofbereich mit dem 3880 denselben Druckergamut wie beim 7880, 9880 und 11 880 anzubieten, weniger habe man dabei auf den Fine-art-printing-Bereich geschaut. Der profitiert allerdings auch davon, dass sich die Graustabilität und Metamerieunanfälligkeit mit der neuen Tintenrezeptur weiter erhöht. Die auf Ausdrucken sichtbaren Unterschiede zum Vorgänger dürften aber nur minimal sein – für Besitzer des 3800 also kaum Anlass, über einen Wechsel nachzudenken.
Die neuen Vivid-Magenta-Tinten (im Bild markiert)

Die neuen Vivid-Magenta-Tinten (im Bild markiert)


Zudem habe ich auch ein Detail zum Tintenverbrauch erfahren. Der 3800 und jetzt der 3880 bieten ja gegenüber beispielsweise dem 2880 den Vorteil, Mattschwarz und Photoschwarz gleichzeitig installiert zu haben und zwischen diesen automatisch umschalten zu können. Einen Tintenverbrauch beim Wechsel gibt es selbstverständlich dennoch, und der soll nun beim Wechsel von Matt- auf Photoschwarz 4,5 ml und beim Wechsel von Photo- auf Mattschwarz 1,5 ml betragen. Es bleibt also die Empfehlung, einen solchen Wechsel erst dann zu machen, wenn sich eine Reihe von Druckaufträgen für den anderen Medientyp (Glanz- oder Mattpapier) angesammelt haben. (Nebenbei habe ich übrigens erfahren, dass Epson im Herbst neue Papiere auf den Markt bringen wird.)
Im Zusammenhang mit den neuen Tinten ist auch die innere Beschichtung der Druckköpfe geändert worden, laut einem Epson-Mitarbeiter ist dies der Viskosität der neuen Tinten geschuldet. Auch sollen Reinigungszyklen dadurch schneller und mit weniger Tintenverbrauch erfolgen.
Neben Vivid-Magenta und Druckkopfbeschichtung ist die dritte Neuerung am interessantesten für Fine-art-Printer. Als Auftragsforschung für Epson entstand am Munsell Color Science Laboratory des Rochester Instituts of Technology eine neue Rasterungstechnik namens Accu Photo HD2. Mit ihr soll die Gradation in Farb- und Graustufenübergängen verbessert werden, und das insbesondere auch im Schwarzweißdruck, wo es sich vor allem im Lichterbereich bemerkbar macht. Bei High-key-Hauttönen in Ausdrucken des 3880 macht sich das nach meiner Beobachtung sichtlich bemerkbar; der Übergang in absolutes Weiß ist kornfreier. Accu Photo HD2 sorgt auch für eine größere Homogenität der Farbdichten bei verschiedenen Auflösungsstufen. Laut Epson kann man so ein einziges ICC-Profil für verschiedene Druckauflösungen einsetzen.
Da von Hewlett-Packard und von Canon in der Formatklasse Blattware bis 17 Zoll nichts neues zu vernehmen ist (die 17-Zoll-Lücke zwischen einem HP B9180 oder einem Pixma Pro 9500 Mark II und den größeren Rollendruckern bleibt bestehen), wird der Stylus Pro 3880 seinen Vorgänger vorerst ungehindert als Referenz ablösen können. Weiteres zum Stylus Pro 3880 werde ich in diesem Blog nach ersten Praxiserfahrungen posten.



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2 Responses to “Erster Blick auf den Epson Stylus Pro 3880”

  1. Jock-l sagt:

    Nun habe ich noch zwei Fragen- “Wechsel von Matt- auf Photoschwarz 4,5 ml und beim Wechsel von Photo- auf Mattschwarz 1,5 ml ” da stimmen die Milliliterangaben wirklich so wie angegeben ?
    Frage Zwo- praktische Erfahrungen über diesen Test hinaus ?

    (Mich ärgert, daß man nichts Greifbares von den anderen Druckerherstellern hört-wenn ich bei fineartprinter schaue- und diese den Markt ohne eigene Aktivität “abschreiben” oder sit das Segment so klein ?)

    Vielen Dank ;)

  2. Hallo,

    das Thema Tintenverbrauch ist ein heißes Eisen – die Hersteller verdienen gut daran und haben kein Interesse, den Verbrauch gut zu kommunizieren. Die genannten Angaben beim Tintenwechsel des 3880 kommen aber in etwa hin.
    Was das Segment des 3880 und anderer A3+/A2+ Drucker im Fine Art Segment betrifft: HP hat sich da zurückgezogen, Canon ist mit den Pixma-Pro-Druckern wenigstens noch aktiv, aber Epson dominiert das Segment total. Ich habe den Eindruck, dass sich Canon und HP mehr auf die größeren LFP-Drucker konzentrieren und die Lücke zwischen Consumerdruckern (A4) und Großformatdruckern ihnen nicht lukrativ genug erscheint.

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