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Was lange währt: Bibble 5 Pro final

Mittwoch, Dezember 30th, 2009
Bibble5ProLogo

Bibble 5 Pro


Zur Photokina 2008 angekündigt, im Endspurt des Jahres 2009 veröffentlicht: Seit heute ist die finale Version des Raw-Konverters und Bildbearbeitungsprogramms Bibble 5 Pro in der Download-Version erhältlich, übrigens auch schon deutschsprachig. Das für seine fixen Raw-Konvertierungszeiten bekannte Programm, erhältlich für Mac, Windows und Linux, kommt mit etlichen Neuerungen und Verbesserungen, darunter die wahlweise Bildverwaltung über Kataloge, Korrekturebenen und bereichsspezifische Bearbeitungen. Während der recht langen Prerelease-Phase kämpften die Programmierer mit einigen Problemen mit der neuen Multicore-Architektur, mit der Hersteller Bibble Labs die Pole Position bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit behaupten will – nun soll sie stabil arbeiten (nach zwei Stunden Probesitzung mit der neuen Version hatte ich jedenfalls noch keine „unexpected quits“). Einige in Version 4 enthaltene Funktionen wie der Reparaturpinsel und die Web-Galerie-Ausgabe sind aus dem Feature-Angebot von Bibble 5 Pro herausgefallen, sie sollen in einem kostenfreien 5.1-Update nachgereicht werden.

Bibble 5 Pro in Ansicht mit den Detail-Bedienfeldern

Bibble 5 Pro in Ansicht mit den Detail-Bedienfeldern

Umfangreich sind die Objektivkorrekturen (im Beispielbild oben für das Nikkor 18-200mm f3.5-5.6 IF an einer Nikon D300). Über 350 solcher Objektivmodule sind bereits verfügbar, womit Bibble 5 Pro in ernsthafter Konkurrenz zu DxO Optics Pro steht.
In Deutschland wird Bibble 5 Pro von Application Systems Heidelberg vertrieben, die Vollversion wird im Januar 2010 für etwa 150 Euro verfügbar sein. Ein erster Testeindruck wird in diesem Blog noch folgen.

Photoshop-Tipp: Kontrast- und Sättigungssteigerung trennen

Mittwoch, Dezember 30th, 2009

Das Anheben von Kontrast und Sättigung gehört zu den Alltagsaufgaben in der Bildbearbeitung. Vielen ist dabei allerdings gar nicht bewußt, dass sie mit einer Kontraststeigerung, etwa über Gradationskurven oder mit der Funktion Helligkeit/Kontrast, dabei gleichzeitig auch die Sättigung steigern. Grund: Wer mit den beiden eben genannten Funktionen arbeitet, verbiegt dabei RGB-Kurven und damit auch die Farbsättigungen. Geänderte RGB-Werte sind gleichzeitig auch geänderte Werte bei Sättigung und Helligkeit. Meist ist dies vom Anwender auch erwünscht, bei vielen Motiven wie bei Aufnahmen mit Hauttönen aber nicht. Man kann aber eine Kontrast- und Sättigungssteigerung in Photoshop seit längerem auch trennen – hier eine Vorgehensweise, die sich besonders für Landschafts- und Portraitbilder empfiehlt (Mausklick auf das Bild zeigt größere Ansicht):

Ausgangsbild

Ausgangsbild


In Photoshop wird eine Einstellungsebene „Helligkeit/Kontrast” angelegt; der Kontrast auf +50 eingestellt. Würde die Füllmethode für die Einstellungsebene auf „Normal“ verbleiben, wären neben der Kontraststeigerung auch die Farbwerte mehr gesättigt. Durch das Umstellen der Füllmethode auf „Luminanz“ werden aber nur die Helligkeitswerte beeinflusst: Der Gesamtbildkontrast wird gesteigert, die Farbsättigungen bleiben unangetastet.
Einstellungsebene Helligkeit/Kontrast

Einstellungsebene Helligkeit/Kontrast


Luminanzkontrast

Luminanzkontrast


Seit Version CS4 hat Photoshop die Funktion „Dynamik“, die sich zuvor schon in Lightroom und Camera Raw fand. Mit ihr kann man Farbsättigungen abgestufter anheben. Genauer gesagt, werden nur weniger gesättigte Farben angehoben, während bereits gesättigte Farben mit zunehmender Sättigung weniger stark von der Sättigungssteigerung betroffen sind. Genau das ist auch in den meisten Fällen von einer Sättigungssteigerung erwünscht. In diesem Beispiel wird nach erfolgter Luminanz-Kontraststeigerung eine Dynamik-Einstellungsebene angelegt und der Dynamik-Regler auf +50 gestellt. Für diese Einstellungsebene verbleibt die Füllmethode auf „Normal“.
Einstellebene Dynamik

Einstellebene Dynamik


Kontrast und Farbsättigung getrennt geregelt

Kontrast und Farbsättigung getrennt geregelt

In der Praxis benötigen Landschaftsaufnahmen Werte zwischen +20 und +70, während Portraits mit weniger starken Dynamik-Werten im Bereich zwischen +10 und +30 auskommen. Für Hauttöne ist in der Dynamik-Funktion sogar ein begrenzter Schutz vor Übersättigung eingebaut.

Photoshop & Co am Film Avatar beteiligt

Freitag, Dezember 18th, 2009

Für heute gab es netterweise eine Einladung von Adobe, um in den Forum-Lichtspielen in München den neuen und teuersten Film aller Zeiten (wobei das 200-Millionen-Dollar-Marketing-Budget nicht ganz an die 250 Millionen Dollar Produktionskosten herankommt) Avatar zu sehen – in der 3D-Fassung, wo die Zuschauer diese übergroßen Brillen kriegen. Gut, dass man im Kino üblicherweise sitzt und die Schwerkraft auch im Kinoraum wie gehabt funktioniert. Meine Hand hatte zwischen Popcorn-Tüte und Mund jedenfalls manchmal Orientierungsschwierigkeiten, so gut kamen die 3D-Visuals…
An dieser Stelle ein dickes Dankeschön, meine Empfehlung an alle Kinogänger (Anschauen! Ich gehe auf jeden Fall noch mal hin) und hier embedded das offzielle Adobe-Making-of über an der Produktion beteiligte Adobe-Programme:

Und hier noch ein link, der zu einem Download einer nette Air-App mit vielen weiteren Avatar-Appetithäppchen führt.

Lightroom 2.6 und Camera Raw 5.6 stehen zum Update bereit

Freitag, Dezember 18th, 2009

Diesmal hat es Adobe geschafft, die Aktualisierung für neue Kameras gleichzeitig für Camera Raw und Lightroom zu veröffentlichen. Das Update umfasst eine ganze Liste neu unterstützter Raw-Dateiformate folgender jüngst erschienener Kameras:

* Canon EOS 1D Mark IV
* Canon EOS 7D
* Canon PowerShot G11
* Canon PowerShot S90
* Leaf Aptus-II 5
* Mamiya DM22
* Mamiya DM28
* Mamiya DM33
* Mamiya DM56
* Mamiya M18
* Mamiya M22
* Mamiya M31
* Nikon D3s
* Olympus E-P2
* Panasonic DMC-FZ38
* Pentax K-x
* Sigma DP1s
* Sony A500
* Sony A550
* Sony A850

Zu erwähnen sei auch, dass Raw-Dateien der Leica M9 und der gerade erschienene Ricoh GXR mit ihren zwei bis dato verfügbaren Kamera/Sensor-Modulen ebenfalls von Camera Raw und Lightroom erkannt werden, da diese Kameras direkt im DNG-Format aufnehmen.
Außerdem hat Adobe den Updates auch einen Fix für das Demosaicing der Raw-Dateien einiger Kameramodelle von Olympus, Sony und Panasonic verpasst, das in Camera Raw 5.5 und Lightroom 2.5 unter Macs mit Power PC bei Einsatz des Wiederherstellung-Reglers noch zu fehlerhaften Ergebnissen bei der Darstellung in Lichterbereichen führte.
Die Downloads lädt man sich am besten über den Update-Mechanismus der Programme, beispielsweise in Lightroom unter Hilfe > Nach Updates suchen. Die öffentliche Beta von Lightroom 3 versteht die Raw-Dateien obiger Kameras nicht, allerdings kann man die Bilder obiger Kameras verwenden, wenn man sie in der neuen Version des DNG Converter (Download: für Mac, für Win) in das DNG-Format wandelt und aus diesem öffnet.