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Camera Raw 5.4 und Lightroom 2.4 erschienen

Mittwoch, Juni 24th, 2009

Ziemlich genau einen Monat (wie ich vermutet hatte) nach Erscheinen des Release-Kandidaten für Camera Raw 5.4 ist nun die offizielle 5.4-Version veröffentlicht. Planmäßig ist gleichzeitig auch die neue Lightroom-Version 2.4 erschienen. Neben den neuen Speicheroptionen zum DNG-Format (die DNG-Version ist jetzt 1.3), der Unterstützung neuer Kameras wie Canon EOS 500D, Nikon D5000, Olympus E-450/E-620, Pentax K-7, Panasonic Lumix DMC-GH1 und Sony Alpha 230/330/380 sowie den obligatorische Bug-fixes gibt es keine funktionalen Neuerungen. Die Updates gibt es hier oder über die Update-Mechanismen von Photoshop CS4 und Lightroom 2.

Olympus-Retro

Dienstag, Juni 16th, 2009

Frisch auf dem Kameramarkt: Die Olympus E-P1.

Olympus E-P1

Olympus E-P1


Zum Vergleich: die Olympus Pen F von 1963, das beliebteste Modell aus der Pen-Reihe.
Olympus Pen F (Bild: jimmt)

Olympus Pen F (Bild: jimmt)

Weißabgleich und Belichtungskontrolle mit SpyderCube

Sonntag, Juni 14th, 2009

Seit einigen Tagen fotografiere ich testhalber mit dem SpyderCube von Datacolor. Ich fotografiere praktisch alle meine Aufnahmen im Raw-Modus und habe bislang bei Bedarf eine Graukarte eingesetzt, um eine Referenzaufnahme für den Weißabgleich im Raw-Konverter zu haben. Der SpyderCube ist für so etwas gedacht, kann aber noch mehr. Oben findet sich eine Chromkugel, mit deren Hilfe sich in der Aufnahme vollreflektierende Spitzlichter finden und unten ein Loch ins schwarze Würfelinnere als Schwarzfalle – das Teil ist also auch zur Belichtungskontrolle gut, indem man absolutes Weiß an der Chromkugel und absolutes Schwarz an der Schwarzfalle bestimmen kann. Die oberen gekippten Flächen sind diagonal in 18 % Grau, also dem Mitteltonwert, und einer Weißfläche geteilt. Die 18%-Graureferenz habe ich mit meinem Spektralphotometer überprüft, sie ist wirklich 18%ig und farbneutral. An einer der zwei der Kamera zugewandten Würfelflächen kann man nun gleichzeitig den Weißabgleich setzen und entsprechend der Richtung des Hauptlichts den Mitteltonwert bestimmen. Die Weißflächen sind für den Bereich der zeichenden Lichter zuständig, sie sollten also nicht beschneiden. Ganz unten findet sich noch der zylindrische Ständer, er hat unten ein Gewinde, damit der SpyderCube auch auf ein Stativ platziert werden kann.
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Bilderfunkende Speicherkarte

Samstag, Juni 13th, 2009

Seit zwei Jahren schon verfolge ich, was sich bei Eye-Fi drüben in den USA tut. Die Firma konzentriert sich auf ein Produktkonzept: SD/SDHC-Speicherkarten für Digitalkameras, die per WLan die gerade gemachten Aufnahmen oder Mini-Videos versenden. Empfänger können dann sharing websites wie Flickr, Facebook und Picasa sein oder der eigene Computer. Für ambitioniertere Fotografen war jedoch noch keine passende Eye-Fi-Karte dabei, hauptsächlich weil bislang nur JPEGs verstanden wurden und DSLRs bis vor kurzer Zeit nur CF-Speicherkarten kannten. Nun wird es selbst für Profifotografen interessant, die im Studio und on location nicht angebunden (tethered) fotografieren wollen.

Eye-fi Pro

Eye-fi Pro


Mit der Eye-Fi Pro werden jetzt auch Raw-Aufnahmen transferiert und wie Ziv Gillat von Eye-Fi aussagt, stellen dabei auch Serienaufnahmen kein Problem dar (die Karte kann man sich dabei wie einen Zwischenpuffer vorstellen) und eine 14-MB-Rawdatei werde in 10 bis 14 Sekunden übertragen. Wer will, kann den Transfer auch auf bestimmte Aufnahmen begrenzen. Ach ja, geotaggen beherrscht die 150 Dollar kostende Eye-Fi Pro auch, dabei nutzt sie dieselbe Skyhook-Methode wie das iPhone. In good old germany wird aber nach wie vor kein Eye-Fi-Produkt angeboten, vielleicht wird noch mit hotspot-Anbietern verhandelt oder es funkt da ja irgendeine EU-Abteilung dazwischen.
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Update 15.6.09: Auf meine mail-Anfrage, ob es einmal Eye-Fi-Karten in Deutschland oder in der EU zu kaufen gibt, bekam ich eine ebenso schnelle wie nichtssagende Antwort:
“Thanks for your interest in Eye-Fi. We are currently available in the US, Canada and Japan. We don’t talk publicly about your future plans.”
Das Schöne daran ist, dass Eye-Fi nicht öffentlich über meine zukünftigen Pläne reden will. Danke.

Neues von der Pixelklonforschung

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Noch gut 50 Tage sind es bis zur SIGGRAPH 2009, der Konferenz für Computergrafik und interaktive Techniken. Diese Konferenz und speziell deren Technical Papers Sessions sind immer gut dazu, einen Eindruck davon zu kriegen, was an neuen Funktionen seinen Weg in Grafikprogramme finden könnte. Beispielsweise lagen alle richtig, die die auf der SIGGRAPH 2007 vorgestellte Seamless-Carving-Technologie als heißen Kandidaten für Photoshop CS4 sahen. Schließlich ist einer der Väter dieser Algorithmen Shai Avidan und der in den Advanced Labs von Adobe beschäftigt. Seamless Carving findet sich inwischen als Content Aware Scaling, auf deutsch „Skalieren (Inhalt bewahren)“, in der aktuellen Photoshop-Version und erlaubt das Stauchen und Dehnen von Bildern unter Erhaltung der Proportionen ausgewählter Bildteile.
Was könnte nun ein Kandidat für Photoshop CS5 sein? Die Technical Papers für die Konferenz sind mittlerweile ausgewählt und darunter finden sich einige aus den Adobe-Laboratorien. Der neue heiße Kandidat ist PatchMatch, eine Technik zur strukturellen Bildbearbeitung, die unter anderen Eli Shechtman und Dan Goldman von Adobe erarbeiteten. Vorstellen kann man sich das in etwa als Kombination von Seamless Carving mit einem intelligenten Kopier- und Reparaturpinsel und dieses Video vermittelt einen besseren Eindruck als tausend Worte.

PatchMatch: Structural Image Editing from Dan Goldman on Vimeo

Ebenfalls eine mögliche neue Funktion im nächsten Photoshop ist das Wiederscharfstellen verwackelter Aufnahmen. Dazu haben Aseem Agarwala von Adobe und zwei Hongkonger Forscher eine vielversprechende Methode entwickelt und auf der SIGGRAP 2008 vorgestellt (zu spät für Photoshop CS4 übrigens). Sollte das funktionieren, was die Beispielbilder zeigen, wird sich die Schnappschussfraktion freuen…
Interessant ist aber auch, womit sich die Forscherhirne von Microsoft Research beschäftigen. Dieses Demovideo zu einem malenden Auswahlwerkzeug vergleicht immer wieder mit bestehenden Photoshop-Werkzeugen und der Microsoft-Auswahlpinsel erinnert mich an eine Kombination aus Photoshops Schnellauswahl und den Extrahieren-Werkzeugen. Auch die Israelis sind traditionell stark in der Entwicklung neuer Bildbearbeitungstechniken. Am technical paper von Zeef Farbman und Kollegen zum nahtlosen Klonen finde ich besonders beeindruckend, dass sich diese Technik leicht und in Echtzeit auf GPUs ausführen lässt; eine Demovideo gibt es hier. Wer weiß, vielleicht erleben wir ja auch mal erste Photoshop-Grafikkarten, auf denen die ganze schwere Computational-Mathematik versammelt ist.
Etwas off topic, weil mehr im Bereich der Digitalfotografie ist dieses technical paper angesiedelt: der dunkle Blitz. Genauer gesagt ist dies ein Prototyp einer Digitalkamera mit Blitz, wobei letzterer seinen Lichtschwall vornehmlich im Infrarot- und Ultraviolettbereich aussendet, und erreicht werden soll das Fotografieren unter schlechtem Umgebungslicht nach dem Motto „Mami, er hat gar nicht gebohrt geblitzt.“