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Lightroom-Kurztipp: Portraitretusche

Dienstag, April 28th, 2009
Hautretusche mit Farbanpassung

Hautretusche mit Farbanpassung

Bereits in Lightroom gibt es seit Version 2 und den Möglichkeiten der lokalen Retusche einige empfehlenswerte Techniken zur Portraitretusche. Eine davon, das Weichzeichnen von Haut mit dem Korrekturpinsel, möchte ich hier weiter ausbauen. Dazu wählt man aus dem Effekte-Popup-Menü zum Korrekturpinsel die Voreinstellung Haut weichzeichnen (was eine negative Klarheit-Regelung ist) und malt über die Haut. Anschließend kann man ausgehend von dieser Hautretusche, also auf der unsichtbaren Maske, noch den Hautton farblich anpassen. Dazu klickt man direkt im Anschluss an die Hautglättung auf das kleine Farbfeld rechts neben Farbe. Nun öffnet sich der Lightroom-Farbwähler. Je nach gewählten Farbton und Stärke der Sättigung lässt sich nun der Hautton beeinflussen, beispielsweise einem zu blassen Model einen gebräunten Teint verleihen – und das interaktiv, denn Sie sehen sofort die Änderungen im Hautton innerhalb der Korrekturmaske.

Stativ-Robotaufsatz für Gigapixel-Panoramas

Donnerstag, April 16th, 2009

David Bergmanns Monsterpanorama der Inaugoration-Zeremonie von Barrack Obama war eine der meistbeachtetsten Fotografien im Rahmen der Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten. Fotografiert wurden die Einzelbilder des Panoramas mit dem Robot-Aufsatz Epic von Gigapan Systems. Dieser Aufsatz bewegt die Kamera um die jeweils nötige Kameraschwenkung um die Horizontal- und Vertikalachse und sorgt automatisch für die Aufnahmeauslösung.

Epic 100 Pano-Robotmount

Epic 100 Pano-Robotmount

Das erste Modell Epic war leider nur für Kompaktkameras ausgelegt, nun gibt es auch das Modell Epic 100, das auch für kleinere DSLRs wie eine Nikon D90 oder eine Sony Alpha 350 geeignet ist. Samt Objektiv stemmt das Epic 100 etwa 1,5 kg Gewicht; eine Stitching-Software wird mitgeliefert.
Das Ganze sieht den Übungsvideos von Gigapan Systems zufolge etwas nach hemdsärmeliger US-amerikanischer Ingenieurskunst aus, einen Designpreis werden sie jedenfalls nicht gewinnen. Der Prototyp des anscheinend robusten Systems hat es bereits bis auf den Mars geschafft und wurde dort auf den Rovers der Missionen Spirit und Opportunity eingesetzt. Trotz intensiven Zoomens in den entstandenen Mars-Panoramas wurden bis heute noch keine Marsmännchen auf den Panoramas entdeckt.
Anmerkung: Aus deutschen Landen kommt der vergleichbare Eigenbau GigaPanoBot von Traugott Emrich. Leider nicht zum Kaufen…

Erster Eindruck: Grafiktablett Wacom Intuos4

Montag, April 6th, 2009

Seit Donnerstag habe ich das Wacom Intuos4 leihweise zum Testen da, und ich muss sagen: Hut ab. Die verdoppelte Stiftandruck-Übersetzung von 2048 Stufen macht sich wirklich bemerkbar. Nachdem ich das halbe Wochenende und den Montag in Photoshop CS4 „malend“ verbracht und in den Tablett-Voreinstellungen ordentlich hin- und herkonfiguriert habe, kann ich hier mal kurz zusammenfassen, was mir positiv und negativ aufgefallen ist.

Intuos4 in Ausrichtung für Rechtshänder

Intuos4 in Ausrichtung für Rechtshänder

Daumen hoch:

  • der Stift beginnt bei leichtestem Druck mit Malstrichen, und das ohne Anfangsabweichung (dickerer Startpunkt, unkontrollierte Liniendicke,…) wie ich sie von älteren und billigereren Grafiktabletts kenne
  • die Abstufung der Drucksensitivität ist merklich feiner als beim Wacom Intuos3
  • das Design ist wirklich gelungen, da putzt man gerne noch schnell den Schreibtisch, damit der sich würdig unter dem Tablett macht
  • die Funktionstasten (ExpressKeys) und das neue Touch-Ring-Wahlrad sind auch für Linkshänder (in der grafischen Branche überdurchschnittlich häufig vertreten…) am richtigen Platz: Grafiktablett mit Tasten/Rad-Leiste rechts aufstellen und per Systemsteuerung auf Linkshänder umstellen – an beiden Seiten ist ein USB-Anschluss, damit auch das Kabel nicht unnötig weit geführt werden muss
  • das OLED-Display zeigt die Belegung schriftlich an, und das auch programmspezifisch, wenn ich eigene Einstellungen für ein Programm vorgenommen habe
  • durchdachter Stifthalter mit zehn Tausch-Stiftspitzen in der aufschraubbaren Basis
  • der Treiber (unter Mac OS X 10.5.6 getestet) macht einen sehr stabilen Eindruck

Daumen runter:

  • na ja, die Preisgestaltung (die L-Version, die mir vorliegt, steht mit € 480,- in der Liste)

Was noch anzumerken wäre: Das Intuos4 verwendet einen neuen Sensor für Andruck- und Neigungserkennung, der sich nicht mit Stiften älterer Wacom-Tabletts versteht. Außer dem Standard-Grip-Pen sind aber momentan keine Zusatzstifte wie der Airbrush zu haben. Sie sollten aber in den nächsten Wochen in Wacoms Zubehörliste auftauchen, darunter auch ein Markerstift, der neben Andruck und Neigung auch die Rotation via Sensor berücksichtigt. Eine Maus ist in Europa nicht im Lieferumfang enthalten.

Buchtipp: Das Gesicht der Meere

Freitag, April 3rd, 2009

Claudius Diemer hat seinen fotografischen Blick und seine wissenschaftliche Ausbildung unter einen Hut bringen können und vor einigen Jahren seine albedo39 Satellitenbildwerkstatt eröffnet. Dort widmet er sich der Erstellung von Satellitenbildern unter einem ästhetisch-fotografischen Aspekt, aber auch mit der Präzision, die es erfordert, aus dem sperrigen Rohmaterial der Erdbeobachter großformatige Darstellungen der Oberfläche unseres Planeten zu erzeugen. Mit einem enormen Zeitaufwand und teils hunderten von Photoshop-Ebenen vereint er Mosaikteile zum großen Ganzen.

Buchcover Das Gesicht der Meere

Buchcover Das Gesicht der Meere

Im gerade im mare-Buchverlag erschienenen Buch „Das Gesicht der Meere“ zeigt Claudius Diemer nun seine Fundstücke zu Begegnungen von Land und Meer. Dafür hat der begeisterte Fotograf, gelernte Geograf und Satellitenbildexperte zehntausende von Satellitenbildern nach beeindruckenden Ansichten von Küsten, Inseln, Meerengen und Kaps gesichtet. Die meisten Abbildungen sind sozusagen Detailaufnahmen, wenn man bei einer Aufnahmedistanz von 705 Kilometer noch von Details reden will. Und auch Wolken haben in diesen All-Schnappschüssen ihre Daseinsberechtigung, sie tragen das ihre zum tète a tète der Elemente bei. Beim im Offsetdruck gedruckten Werk überzeugen die Bilder durch Struktur, Schärfe und Prägnanz. Der 144seitige, nach Ozeanen gegliederte Bildband schafft in beeindruckender Weise die Vereinigung von Kunst, Wissenschaft und Dokumentation.

Anmerkung: In der nächsten Ausgabe 29 von DOCMA (Doc Baumanns Magazin für digitale Bildbearbeitung) wird ein Artikel von mir zur Arbeitsweise von Claudius Diemer erscheinen – mit einem Schwerpunkt auf seine Photoshop-Techniken.

Das Gesicht der Meere – Inseln und Küsten aus der Weltraumperspektive
mare-Buchverlag, ISBN 978-3-86648-098-8

Der Photoshop-Kurztipp: ExtendScript Toolkit direkt aus Photoshop aufrufen

Mittwoch, April 1st, 2009

Wer sich für den Code eines Photoshop-Scripts interessiert, ihn on-the-fly debuggen oder im Zusammenspiel mit Photoshop testen möchte, kann das ExtendScript Toolkit direkt aus Photoshop aufrufen. Dazu hält man bei Aufruf eines Scripts (Datei > Skripten > IhrScript) einfach die Alt-Taste (Mac: Wahl-Taste) gedrückt. Damit wird das Script direkt im Debugging-Modus gestartet.