„Schreib das doch mal in deinem Blog, warum meine Digitalfotos weniger Pixel haben als der Sensor meiner Kamera.“
Meine Bekannte hat eine Canon EOS 450D mit 12,2 Millionen Pixel auf dem Sensor. Die Bilder haben 12 166 656 Pixel. Macht 33 344 fehlende Pixel, hat sie ausgerechnet, und mich gebeten, siehe oben, hier zu beantworten, warum denn nicht alle Sensorpixel in den Aufnahmen sind (damit sie nachlesen kann, wie das ist – vorhin im Café konnte sie sich das nicht merken).
Die Kamerahersteller nutzen aus mehreren Gründen nicht alle Sensorpixel für die Bilddaten aus. Die Randpixel werden zum einen aus Qualitätsgründen nicht genutzt, teilweise ist die Sensorfläche am Rand bedeckt, und außerdem werden deren Signale zum Steuern des Auslesens des Sensors verwendet. Schließlich gibt es auch Format- und Kompressionsgründe: Die Digitalfotos sollen ein bestimmtes Seitenformat einhalten, bei der EOS 450D ist das wie bei DSLRs üblich das Verhältnis 3 zu 2. Gleichzeitig braucht es zum schnellen JPEG-Komprimieren der Sensordaten Pixelblöcke von 8 mal 8 Pixel. Also soll die Anzahl der Pixel in der Breite und die Anzahl der Pixel in der Höhe gleichzeitig das Verhältnis 3 zu 2 einhalten und sich durch 8 teilen lassen. Taschenrechner gezückt: Die Bilder der 450D haben 4272 mal 2848 Pixel. Beides lässt sich ganzzahlig durch 8 teilen, das gibt 534 mal 356 Blöcke á 8 mal 8 Pixel. Und 4272 geteilt durch 2848 ergibt 1,5, das ist daselbe Verhältnis wie 3 zu 2.



