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Jetzt aber nicht am Glas sparen: Canon EOS 550D mit 18-MP-Sensor


Canon legt mit der neuen Hobby-DSLR EOS 550D drei mal eine Schaufel zu: 18 Megapixel Sensorauflösung (im gleichgroßen APS-C-Format wie bei der EOS 7D), Full-HD-movie mit 1080p bei wahlweise 30, 25 oder 24 fps und ein 3-Zoll-Display mit über einer Millionen Bildpunkte Auflösung. Das ganze für 730 Euro das Gehäuse oder 830 Euro mit dem 18-55mm Kitobjektiv. Ich sehe schon die passende Geiz-ist-Geil-Werbesprüche eines großen deutschen Elektronik-Wholesalers ab März, wenn die Kamera verfügbar ist, auf uns zukommen, im Fernsehspot von Mario B. von der Bühne gebrüllt. Displayauflösung und Full-HD für den Nebenerwerbsfilmer gehen ja in Ordnung, aber bei 18 MP Sensorauflösung kann man wohl das Einsteiger-Kit-Objektiv vergessen. Also, Kaufinteressierte, Geiz vergessen und auch in gutes Glas inverstieren. Das 18-135 IS wäre da gar nicht mal so schlecht und gibt es im Bundle mit dem Gehäuse für 1030 Euro.

Photoshop CS5: „Kante verbessern“ überarbeitet


Adobe hat auf seiner Facebook-Seite zu Photoshop mal wieder ein kurzes Video gepostet, das zeigt, woran gerade in den Adobe Labs gearbeitet wird. Da das Video dabei eine komplette Photoshop-Oberfläche zeigt, gehe ich einmal davon aus, dass wir dies in der nächsten Version CS5 vorfinden werden.

Zu sehen gibt es einen überarbeiteten Kante-verbessern-Dialog. Mit „Kante verbessern“ (englisch Refine Edge) kann man Auswahlen verfeinern und die Neuheiten hierbei sind ein so genannter „Smart Radius“, der automatisch detektiert, was an der Auswahlkante zum Objekt gehört und was nicht. Weiter unten im Dialog findet sich eine neue Option „Decontaminate Colors“. Hiermit, so schätze ich mal, werden Farbsäume an Auswahlkanten entfernt. Entschuldigung übrigens für die schlechte Bildqualität; den screenshot habe ich dem Video entnommen.

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Tipp: iPhoto als Raw-Konverter

Raw-Bildbearbeitung in iPhoto
iPhoto kann auch Raw-Aufnahmen verwalten und sogar bearbeiten, sofern das Raw-Format von Apple unterstützt wird. Eine Raw-Aufnahme wird in iPhoto standardmäßig durch eine JPEG-Datei dargestellt und selber bei einer Bearbeitung nicht verändert. Ob es sich auch um eine Raw-Aufnahme handelt, sieht man unten rechts im iPhoto-Femster. Es lässt sich auch schnell durch einen Blick auf das Fotos-Menü feststellen, denn dann wird der Menü-Eintrag „Raw neu bearbeiten“ gezeigt. Mit diesem Befehl werden alle früher getroffenen Bearbeitungseinstellungen von iPhoto zurückgesetzt. Die Anpassen-Bearbeitungsfunktionen von iPhoto für Raw-Aufnahmen gleichen fast denen für JPEG-Aufnahmen und TIFF-Bilder, es gibt aber kleine Abweichungen: Hält man die Wahl-Taste gedrückt, wird der Helligkeit-Regler zum Wiederherstellen-Regler und man kann mit dieser Funktion noch mehr Zeichnung in den Lichtern herauskitzeln. Außerdem hat der Temperatur-Regler eine andere Skalierung und reagiert viel feiner auf Änderungen. Er liest die Farbtemperatur aus der Raw-Aufnahme aus, die iPhoto bei JEPG-Aufnahmen nicht kennt. Will man in iPhoto bearbeitete Raw-Entwicklungen exportieren, sollte man in den erweiterten Voreinstellungen die Option „Änderungen als 16-Bit-TIFF-Dateien sichern“ aktivieren, so erhält man eine bessere Bildqualität als mit den bereits komprimierten 8-Bit-JPEGs. iPhoto verwendet übrigens dieselbe Kamera-Bibliothek wie Apple Aperture. Diese wird regelmäßig über Apples Software-Aktualisierungen um neue Kameras erweitert.

Weshalb Digitalfotos weniger Pixel haben als der Sensor

„Schreib das doch mal in deinem Blog, warum meine Digitalfotos weniger Pixel haben als der Sensor meiner Kamera.“

Meine Bekannte hat eine Canon EOS 450D mit 12,2 Millionen Pixel auf dem Sensor. Die Bilder haben 12 166 656 Pixel. Macht 33 344 fehlende Pixel, hat sie ausgerechnet, und mich gebeten, siehe oben, hier zu beantworten, warum denn nicht alle Sensorpixel in den Aufnahmen sind (damit sie nachlesen kann, wie das ist – vorhin im Café konnte sie sich das nicht merken).

Die Kamerahersteller nutzen aus mehreren Gründen nicht alle Sensorpixel für die Bilddaten aus. Die Randpixel werden zum einen aus Qualitätsgründen nicht genutzt, teilweise ist die Sensorfläche am Rand bedeckt, und außerdem werden deren Signale zum Steuern des Auslesens des Sensors verwendet. Schließlich gibt es auch Format- und Kompressionsgründe: Die Digitalfotos sollen ein bestimmtes Seitenformat einhalten, bei der EOS 450D ist das wie bei DSLRs üblich das Verhältnis 3 zu 2. Gleichzeitig braucht es zum schnellen JPEG-Komprimieren der Sensordaten Pixelblöcke von 8 mal 8 Pixel. Also soll die Anzahl der Pixel in der Breite und die Anzahl der Pixel in der Höhe gleichzeitig das Verhältnis 3 zu 2 einhalten und sich durch 8 teilen lassen. Taschenrechner gezückt: Die Bilder der 450D haben 4272 mal 2848 Pixel. Beides lässt sich ganzzahlig durch 8 teilen, das gibt 534 mal 356 Blöcke á 8 mal 8 Pixel. Und 4272 geteilt durch 2848 ergibt 1,5, das ist daselbe Verhältnis wie 3 zu 2.

Apple iPad mag Digitalkameras

iPad mit der Photos-App


Im Hype um das gerade vorgestellte iPad von Apple ging dieses Detail wohl etwas unter: Das neue Device hat ein Programm namens Photos (so etwas wie ein abgespecktes iPhoto für unterwegs) und um Bilder auf die flache Apple-Flunder zu bringen, gibt es von Apple auch ein Camera Connection Kit.

Camera Connection Kit des iPad


Dies besteht aus zwei Adaptern für den speziellen, weil ultraflachen USB-Port des iPad. Einer der Adapter ist eine Karten-Schreib/Lesegerät für SD-Karten, der zweite Adapter ist für den Anschluss einer Digitalkamera via USB-Kabel gedacht. Ich bin gespannt, wann erste Apps auftauchen, die sich beispielsweise für tethered shooting mit dem iPad eignen. Vielleicht gibt es ja bald auch eine Art Lightroom lite…

Link-Tipp: Monitortestbilder für Win und Mac

Es ist schon seltsam. Die Digitalfotografie bringt es mit sich, dass immer mehr Bilder am Monitor beurteilt werden, aber kaum jemand kümmert sich darum wie zuverlässig sein Monitor eigentlich in der Anzeige ist. Grund genug, hier mal einen Download-link zu einer kompletten Suite an Monitortestbildern von Karl Koch von Basiccolor anzubieten. Die Schreibtischhintergrund-Testbilder enthalten keine ICC/ICM-Profile, was für die korrekte Darstellung der Testelemente Voraussetzung ist. Außerdem enthalten sie keinen Gamma-Tag, wie dies sonst beim TIF-Format der Fall ist. Wer als Mac-Anwender die Testbilder als Schreibtischhintergrund verwenden will, sollte noch folgendes beherzigen: Apple hat die Darstellung von Schreibtischhintergrundbildern in den Betriebssystemversionen mehrfach geändert. Mac OS X 10.3 und 10.4 benötigen für eine richtige Darstellung die Testbilder im PDF-Format. Ab Mac OS X 10.5 muss man die Testbilder aus dem Windows-Ordner im .bmp-Format verwenden, da Apple bei PDFs die Darstellung des Schwarzpunkts geändert hat. Zu beachten ist auch, dass seit Snow Leopard das native Bildschirmgamma statt 1.8 den Wert 2.2 hat.

Wie ein Raw-Bild unverarbeitet aussieht – und eine Entwicklungssimulation

Fotografen sehen ihre Raw-Aufnahmen immer „durch die Brille“ eines Raw-Konverters wie Adobe Camera Raw oder Capture One. Ohne einen Raw-Konverter könnte man die Aufnahmen schließlich auch nicht öffnen und was wir bei der Arbeit mit einem Raw-Konverter sehen, sind bereits „Entwicklungen“ aus der Raw-Datei für die Monitorvorschau, während der Raw-Konverter die Bilddaten zur Bearbeitung im Speicher hält.
Viele Raw-Konverter setzen zum Auslesen der Raw-Dateien auf den Decoder dcraw von Dave Coffin. Er sitzt sozusagen zwischen der Raw-Datei und dem Raw-Konverter und das Decoding-Ergebnis ist das pure, unentwickelte Raw-Bild. Wer sich nun den Umgang mit Kommandozeilen zum Ausführen von Executables (das sind Programme ohne grafische Benutzeroberfläche) zutraut, kann mit einem dcraw-build beispielsweise von Francisco Montilla (für Windows oder Mac) seine Raw-Aufnahmen ohne weitere Einwirkungen eines Raw-Konverters öffnen. Natürlich muss auch dcraw ein normales Bildformat schreiben und für diesen Beitrag habe ich ein 16-Bit-TIFF generieren lassen, das visualisiert, wie eine unentwickelte Raw-Aufnahme aussieht.
Dabei sorgt diese Kommandozeile für die Dateierzeugung eines TIFFs aus einer Raw-Datei mit dem Dateinamen DSC_0026.NEF (eine Aufnahme einer Nikon D300s):


dcraw -v -w -H 1 -o 0 -q 3 -4 -T DSC_0026.NEF


-v meldet im Terminal, welche Datei von welcher Kamera verarbeitet wird
-w verwendet die Weißbalance der Kamera
-H 1 die Tonwerte des Bilds werden unbeschnitten, also im vollen Umfang entwickelt
-o 0 setzt den Farbraum, in diesem Fall keinen
-q 3 setzt die Qualität des Bayer-Demosaicing, Stufe 3 ist die beste für diesen Sensortyp
-4 -T schreibt ein 16-Bit-Bild mit linearem Gamma als Datei

Und so sieht das Meisterwerk nun in einem Bildbearbeitungsprogramm aus:

Im Bildbearbeitungsprogramm kann man nun die Bearbeitungsschritte des Raw-Konverters anhand des TIFFS nachvollziehen:
Das Bild bekommt beim Öffnen einen Arbeitsfarbraum zugewiesen.

Der Tonwertumfang wird eingestellt (auf der rechten Seite des Histogramms steht nun im Raw-Konverter die „Belichtungsreserve“, die kleinen Peaks zeigen das Clipping in den einzelnen Farbkanälen).

Das Bild bekommt eine nicht-lineare Tonwertverteilung (entsprechend dem visuellen Unterscheiden der Helligkeiten) mit einem Gamma von 2,2.

Schließlich gehört auch eine Scharfzeichnung (oben) zu den Grundaufgaben des Raw-Konverters und wir haben diese Bildentwicklung:

Neben diesem Pflichtprogramm erledigt ein Raw-Konverter natürlich noch einige andere Bildbearbeitungsaufgaben wie beispielsweise eine Rauschunterdrückung, eine Vignettierungskorrektur oder das Beschneiden des Bilds auf einen Ausschnitt. Vor allem aber bekommt eine Raw-Entwicklung auch einen Farb-Look, was ich als Farbinterpretation bezeichne.
Über den Umgang mit dcraw hat Guillermo Luijk ein kleines englischsprachiges Tutorial auf seiner Website veröffentlicht, das ich allen empfehlen kann, die sich tiefer mit der Raw-Materie befassen wollen.

Tonemapping in Photoshop mit FDR Compressor

FDRCompressor-Plugin für Photoshop

FDRCompressor-Plugin für Photoshop


Diese Woche kam von Andreas Schömann, Entwickler der FDRTools, die Nachricht, dass die lange geplante neue Version 3.0 des Photoshop-Plugins FDR Compressor 3.0 nun verfügbar ist. FDRTools ist ein Programm zum Erzeugen von HDR-Bildern und kann diese im zweiten Schritt auf einen für Monitor und Drucker darstellbaren Tonwertumfang tonemappen. Schon lange beherrscht FDRTools auch den Umgang mit Raw-Bildern auf Basis des integrierten DCDRaw-Konverters. Als Raw-Konverter hat mich FDRTools nicht interessiert, wohl aber als HDR-Tool – und das besonders wegen seiner lokalen Tonemapping-Methode „Compressor“. Die ist meines Erachtens eine beachtenswerte Alternative zu der vergleichbaren Tonemapping-Methode namens „Detail Enhancer“ von Photomatix Pro, insbesondere wenn man wie ich nicht den HDR-Plastikeffekt erzielen will, sondern eine natürliche Anmutung. Die Compressor-Methode hat Schömann nun weiterentwickelt und sie findet sich nun im neuen Photoshop-Plugin (FDRTools 3.0 soll dieses Jahr noch folgen).
Ich habe mir das Plugin gleich einmal angesehen und mit HDR- und Raw-Aufnahmen durchgetestet. In letzter Zeit interessiert mich besonders das Tonemapping für Raw-Aufnahmen, weil ich bei hochkontrastigen Bildern mit der Tonwertwiedergabe für Monitor/Druck bei den üblichen Raw-Konvertern nicht ganz zufrieden war. Eine Entsprechung dazu, wie das Auge das Motiv bei der Aufnahme vor Ort adaptiert, konnte ich nur annäherungsweise in den Raw-Konvertern einstellen. Nach kurzer Einarbeitungsphase mit dem nicht gerade anfängerfreundlichen FDR-Compressor-Interface bin ich nun von den ersten Ergebnissen richtig angetan. Die Regelung von Weiß- und Schwarzpunkt muss mit der Kontrastregelung ausbalanciert und das Tonemapping eher konservativ bei niedrigen bis mittleren Werten eingestellt werden, aber dann gelingen doch sehr überzeugende Tonemapping-Ergebnisse. Hier zum Vergleich drei Entwicklungen einer Raw-Aufnahme einer Straßenecke, die ich auf Mauritius fotografiert habe. Die Aufnahme hat etwa 9,2 Blendenstufen Dynamikumfang (Klick auf Bild für größere Darstellung):

Raw-Konvertierung mit Adobe Camera Raw

Raw-Konvertierung mit Adobe Camera Raw

Adobe Camera Raw: Weiß- und Schwarzpunkt geregelt, Klarheit + 15, Dynamik +10


Tonemapping der Raw-Aufnahme mit FDRTools Compressor 3.0

Tonemapping der Raw-Aufnahme mit FDRTools Compressor 3.0

Bearbeitung der Raw-Aufnahme mit dem Photoshop-Plugin FDR Compressor 3.0, Tonemapping mit Compressor-Methode


Tonemapping mit Photomatix Pro 3.2.6

Tonemapping mit Photomatix Pro 3.2.6

Bearbeitung der Raw-Aufnahme mit Photomatix Pro 3.2.6, Local Enhancer, Nachregelung von Weiß- und Schwarzpunkt in Photoshop

Tönende Bilder

Off topic. Wer immer schon mal wissen wollte, wie sich der fotografierte Wasserfall, Maschendrahtzaun oder Zahnputzbecher anhört: Das Programm Photosounder bringt Bilder zum Klingen, sogar misslungene Schnappschüße. Und an Reglern rumdrehen darf man dabei auch. Umgekehrt visualisert das Tool auch Sounds. Sehr nett.

Bald Realität? Lightroom auf leichter Apple-Flunder serviert

Wäre nett: Lightroom auf Apple Tablet (Montage, parts: J. Diaz/Gismodo)

Wäre nett: Lightroom auf Apple Tablet (parts: J. Diaz/Gismodo)


Die Gerüchte verdichten sich, und da darf man schon mal in die Zukunft planen. So oder ähnlich könnte Lightroom auf dem kommenden Tablet-PC von Apple aussehen. Das flache Teil soll 10 oder 11 Zoll Diagonale im Widescreen-Format haben und unter Mac OS X laufen. Genaueres weiß man wohl am 27.01.2010, abends.