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Für ummesonst: PhotoTools Free und Photoframe Free Plugins für Photoshop


OnOne Software hat gestern englischsprachige Frei-Versionen der Plugins PhotoTools und PhotoFrame für Photoshop veröffentlicht. Photo Tools Free hat fünfzehn Effekte der Standardversion und PhotoFrame Free bietet 20 Rahmen, Effekte und Hintergründe. Ich finde insbesondere die PhotoTools sind ein gutes Schnäppchen. Die Lightroom-artige Oberfläche gefällt und viele Regelmöglichkeiten lassen die Effekte gut variieren. Mit Pinsel kann man die Effekte auch bereichsselektiv aufmalen. Vor den Download (für Win und Mac) muss man sich auf der Website von OnOne Software noch registrieren. Auf der Freebie-Downloadseite gibt es übrigens auch Preset-Sammlungen für Lightroom und Adobe Camera Raw.

LFP-Medientestsets von Fujifilm

Fujifilm Imaging Systems bietet ab sofort Testsets ausgewählter Bedruckmedien für Large Format Printing an. Es wurden zwei Rollenware-Testsets für die Bereiche Photo sowie Fine Art zusammengestellt, dabei handelt es sich im Bereich Photo um
• Photo Glossy Paper 240g/qm 1,5m
• Photo Paper Satin 270g/qm 1,5m
• Pearl Photo Paper 290g/qm 1,5m

und im Bereich Fine Art um
• Artist Canvas 340g/qm 1,5m
• Natural Canvas 390g/qm 1,5m
• HD White Cotton 400 g/qm 1,5m

Die Testsets im Warenwert von bis zu 59 Euro können hier kostenlos bestellt werden. Das Material wird laut Fujifilm im Verlauf von etwa sieben Werktagen kostenlos zugestellt.

Super-resolution: Dagegen schaut Photoshops Bikubisch ganz schön alt aus

Ich behaupte mal: Die meisten hoch interpolierten Bilder, also aus einem Ausgangsbild größer gerechnete, sind in Photoshop entstanden. Und die „fortschrittlichste“ Interpolationsmethode, die Photoshop verwendet, ist die Bikubische. Vor einigen Versionen (ich glaube, das war Photoshop CS) gab es noch eine Verbesserung: „Bikubisch glatter“ für größer interpolierte Bilder und „Bikubisch schärfer“ für kleiner gerechnete Bilder. Seitdem wahren Photoshops Entwickler beim Thema Resampling eine mittlerweile fast dekadenlange Funkstille. Mit Verlaub, die bikubische Methode ist Schnee von gestern. Es gibt längst bessere Skalierungstechniken in kommerziellen Produkten wie S-Spline bei PhotoZoom Pro oder die fraktale Methode von Genuine Fractals, und die noch vielversprechenderen Methoden der Superresolution-Technik. Diese hat in Photo Acute und SizeFixer erste kommerzielle Anwendungen für den gemeinen Bildbearbeiter gefunden. Andere Anwendungen von Super-resolution finden sich im Astro-Imaging, bildgebenden Verfahren in der Medizin und still und heimlich bei Kriminalermittlungen, Militär und Geheimdiensten. Letztere profitieren übrigens immer wieder von der freien Forschung an Universitäten wie zum Beispiel dem Weizmann Institute of Science in Rehovot in Israel. Daniel Glasner, Shai Bagon und Michal Irani vom dortigen Dept. of Computer Science and Applied Mathematics haben jüngt eine neue Entwicklung im Bereich Super-resolution vorgestellt – und die würde ich gerne bald einmal in Photoshop sehen: Super-resolution aus Einzelbildern.
Die Ergebnisse sehen wahrlich vielversprechend aus – folgendes Bildpaar habe ich der Beispielseite der Israelis entnommen:

4x vergrößert, bikubisch


4x vergrößert, Super-resolution aus Einzelbild


Was dahinter steckt: Super-resolution verwendet Methoden, um aus einen oder mehreren Bildern eine Vergrößerung oder höhere Auflösung zu erzielen, ohne die typische Resampling-Weichzeichnung einzuführen. Die meisten Methoden „raten“ dabei um die fehlende Information zu generieren. Effektiv waren diese Methoden bislang bei Bildern, bei denen der Sensor ein Aliasing bewirkte, oder bei Verwendung einer Reihe von Bildern desselben Motivs. Der neue Ansatz (hier ein PDF) der Israelis setzt darauf, dass sich im Bild Musterfelder wiederholen, auch bei Abweichung der Größe des Musters. Das könnten beispielsweise ein Kornfeld, eine Hautstruktur, Kleidung, Wolken und vieles andere sein, was uns so vor die Linse kommt.
Verwendet man die Methode noch dazu in Kombination mit Algorhitmen, die Limitationen eines optischen Systems wie eine Kombination aus Sensor und Objektiv korrigieren, wäre das eine Lösung, um aus dem Output einer 3-Megapixel-Kamera die Qualität einer 30-Megapixel-Kamera zu erzielen.
Eine ähnliche Richtung schlägt das Compressed Sensing ein, welches vor einigen Tagen in einem Wired-Artikel angesprochen wurde, der viel Resonanz im Web fand. Langer Rede, kurzer Sinn: Es tut sich so viel Neues beim Resampling von Bildern, dass die gute alte Bikubisch-Tante in Photoshop hoffentlich mal Nachwuchs bekommt. Wäre eine schöne Überraschung, das bald in Photoshop CS5 vorzufinden – aber da bin ich wohl zu optimistisch.

Wacom Cintiq 21UX: Grafiktablettmonitor für Begüterte


Wacom hat sein interaktives Stift-Display (Herstellerbezeichnung) Cintiq auf Intuos-Linie gebracht und bietet den Grafiktablettmonitor (meine Bezeichnung) nun mit zwei Touch Strips auf der Gehäuserückseite für anwendungsspezifische Funktionsbelegungen an. Da das Display leicht angewinkelt vor einem liegt, kann man die Touch Strips bequem mit Zeige- und/oder Mittelfinger bedienen. Die Zahl der Express Keys, die sich ebenfalls mit anwendungsspezifischen Funktionen belegen lassen, beträgt je acht auf linker und rechter Vorderseite. Die enorm feine Druckempfindlichkeit der Intuos-Linie will der Hersteller auch auf das Display mit 21 Zoll Diagonale übertragen haben, es sollen also 2048 Druckstufen unterschieden werden können. Ab einem „Anfangsgewicht“ von etwa einem Gramm werden Malstriche eines Grafikstifts erkannt. Der Malmonitor ist für 2000 Euro ab Ende März im Handel.

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Photoshop CS5: Weiteres Vorschauvideo gepostet


Dem Tempo der jüngsten information leaks auf der Photoshop-Facebook-Seite nach zu schließen steht in nicht allzu ferner Zukunft die nächste Version von Photoshop (CS5?) an. Im jetzt geposteten Video zeigt Zorana Gee, Product Manager Photoshop, Neuerungen aus der Malen-Ecke. So gibt es einen neuen Farbwähler zu sehen, der direkt unter der Mausposition beim Malen aufgerufen werden kann; ähnliches ist auch mit der Pipette möglich. Wirklich interessant wird der zweite Teil des Videos, hier zeigt Zorana zunächst neue „nasse“ Malfarbe, die sich mit einer ebenfalls „nassen“ Bildebene beim Malen mischen kann. Die Simulation echter Pinsel ist naheliegend: Eine Reihe neuer Pinsel haben Maleigenschaften wie echte Pinsel, was zum Schluss des Videos demonstriert wird (und auch schon einmal von Russell Brown vorgeführt wurde).

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Samsung erklärt: „Der Gipfel der Megapixel ist erreicht“


…und meint? Der Megapixel-Zahl? Der Megapixel-Bergkette? Wie auch immer. Auch Samsung wird wohl in Zukunft Digitalkameras mit noch mehr Megapixel herausbringen, mit dieser Aussage aber wird zur PMA im kalifornischen Anaheim eine neue Digitale namens Samsung EX1 mit 3fach-Zoom ab 24mm Weitwinkel und lichtstarker f1,8 Maximalblende vorgestellt. Das Display der EX1 ist ein schwenkbares AMOLED mit 3 Zoll Diagonale. Weitere Merkmale: bis 3200 ISO, VGA-Video, 1 GB interner Speicher, SD/SDHC, Gehäusefarben Schwarz und Silber, 550 Euro Listenpreis, ab April verfügbar. Das scheint mir eine ganz stimmige Kamera für den Straßenfotografen zu sein. Ach ja, Megapixel hat die Kamera auch, sie verstaut moderate 10 MP auf ihrem 1/1,17″ großen CCD-Sensor.

Sony-Kamerakonzept: Kompakt, „DSLR-Qualität“, ohne optischen Sucher


Sony zeigt anlässlich der PMA erste Mock-up-Bilder einer ultrakompakten Kameraserie mit Wechseloptiken und „DSLR-Qualität“. Laut Sonys Pressemitteilung soll es sich dabei um das Konzept einer Kamera handeln, die einen Exmor APS HD CMOS Sensor hat und neben Standbildern auch HD Video im AVCHD-Format bis 1080p aufzeichnet. Die Markteinführung soll noch dieses Jahr sein. Ein optischer Sucher ist am Kameragehäuse nicht auszumachen – Sony labelt die Kamera aber als Alpha-Kamera, was bislang nur DSLRs betraf.

Hahnemühle kooperiert mit Harman: Gloss-FB-Barytas und fünf neue Fine-art-Medien


„Harman Professional Inkjet by Hahnemühle“ wird eine neue Fine-art-Papierlinie heißen, die Hahnemühle FineArt Ende Februar auf der Messe PMA vorstellen wird. Das Sortiment soll sechs Papiere und ein Canvas umfassen und für Pigmenttinten und Dye-Tinten geeignet sein. So ganz genau konnte (oder wollte) sich Hahnemühle in einer ersten Pressemitteilung aber auch noch nicht über die Papiere auslassen – sicher ist nur, dass die Glossy-Baryt-Papiere von Harman (das von mir geschätzte Gloss FB Ai und Gloss FB Ai Warmtone) und keine bisher bekannten Hahnemühle-Papiere im ab April erhältlichen Sortiment enthalten sein werden.

Off topic: Amazing, beautiful, incredible, gorgeous!

Vor vielen Jahren, als angehender Redakteur, lernte ich mal, aus Pressemitteilungen alle anpreisenden Adjektive herauszustreichen (und heute hab ich daher eine eingebaute Lobhudel-Adjektiv-Schere im Kopf). Zum Ablachen, wenn mal nur solche Wörter überbleiben (via David):

Wie ich vor 20 Jahren Photoshop entdeckte

Die Icons der bisherigen Photoshop-Versionen
Heute ist offizielles Jubiläum: Photoshop wird 20 Jahre. Und ich darf mich zu den Anwendern zählen, die Photoshop am längsten nutzen. Photoshop lief mit damals in Form von zwei 720-KB-Disketten mit der Aufschrift Photoshop 0.98 b1 über den Weg, die ich für meine Diplomarbeit von der Firma Linotype erhalten hatte. Damals entwickelte Linotype zusammen mit Adobe eine neue Rasterungstechnik für Postscript (und über die richtigen Rasterwinkel und Rasterweiten ging es in meiner Diplomarbeit). Adobe schickte Linotype neben dem ganzen Raster- und Postscript-Zeug, an dem wir arbeiteten, Photoshop zu, in Versionen, die fast schon dem ersten Release entsprachen, und von da aus landete Photoshop bei uns. Wir sollten uns das mal anschauen, vielleicht ist es ja nützlich. Ein offizielles Beta-Testing gab es, soweit ich weiß, vor Photoshop 1.0 nicht.
Im EDV-Labor stand ein Linotronic-300-Satzbelichter, den mein Mitdiplomand Thomas Tafertshofer und ich mit Belichtungsaufträgen beschickten. Das Rippen und Belichten eines postkartengroßen Bilds dauerte noch ziemlich lange und so schlugen wir uns öfters die Zeit mit Tetris (das waren diese herunterfallenden Klötzchen, die man richtig stapeln musste) um die Ohren. Mit der Ankunft von Photoshop Ende 1989 zog Tetris immer öfters den Kürzeren und ich entdeckte Kopierstempel, schwebende Auswahlen und den Alphakanal für meine ersten Bildretuschen auf einem Apple Macintosh II mit einem sagenhaft großen 19-Zoll-Farbmonitor. Mitverantwortlich dafür, dass ich mich mit Photoshop anfreundete (für die Diplomarbeit war es eher unbedeutend) war auch ein Farbscanner, ein Sharp JX-330, der Anfang 1990 das EDV-Labor meines Studiengangs bereicherte. Während der bereits erwähnten langen Belichtungszeiten konnte ich Fotos und Magazinausschnitte und und Laub und alles mögliche andere einscannen – der Scanner war sozusagen das Tor zu Photoshop. Dass Photoshop sich so deutlich etablieren konnte, wußte damals noch keiner. Und auch nicht, dass sich die Bildbearbeitung am Computer einmal so demokratisieren würde. Neben Photoshop gab es damals auch andere Programme zur Pixelbildbearbeitung, und bei allen stieß man schnell auf Limitationen. Es war Anfang 1990 noch vollkommen offen, welches Bildbearbeitungsprogramm für Desktop-Computer in der Zukunft auch professionellen Ansprüchen genügen würde. Für mich war damals der größte Photoshop-Konkurrent Colorstudio. Das konnte noch vor Photoshop Pfad-Freisteller und einiges mehr. Hinter Colorstudio steckte jedoch nur eine treibende Kraft: Mark Zimmer, der später auch das Programm Painter entwickelte, das viele Funktionen von Colorstudio bekam und heute noch bei der Firma Corel weitergepflegt wird. Thomas Knoll, einer der Väter von Photoshop, bekam nach den ersten Versionen weitere Programmierer zur Seite gestellt (John Knoll war damals bereits bei Industrial Light & Magic, nur sein Bruder Thomas ging auch zu Adobe, das nach dem Lizenz-Vertrieb nun auch die Weiterentwicklung von Photoshop übernahm). Mit Illustrator und Postscript federführend an der DTP-Revolution beteiligt, war Adobe bereits Anfang der 1990er Jahre die größere Marketing-Macht. Und Photoshop für die Firma ein Riesen-Glücksfall und eine Gelddruckmaschine, ein Selbstläufer, der selber von den damals großen Entwicklungssprüngen bei Computerleistung und RAM-Größe profitierte. Jede neue Generation von Photoshop zusammen mit einem neuen Rechner und doppelt soviel Arbeitsspeicher brachte einen Performancesprung. Ich ging nach meinem Studium zu einem Apple-Systemhaus, das damals neue Macs allein deshalb verkaufte, weil Photoshop darauf schneller lief!
Aus Anlass des runden Geburtstags von Photoshop habe ich mal in meinen Beständen nach dem ältesten Datenträger mit einer Photoshop-Version gewühlt, den ich noch habe:

Photoshop 5.5 von 1999


Das ist die Installations-CD von Photoshop 5.5 vom Juli 1999, und da hatte Photoshop bereits riesige Entwicklungen hinter sich. Adobe hat übrigens ein Video gepostet, in dem die Photoshop-Väter John und Thomas Knoll sowie Russell Brown und Photoshops erster Produktmanager Steve Guttman über die Anfangszeiten von Photoshop und darüber, wie Photoshop zu seinem Namen kam, sprechen.